Arbeitsrecht Stellenanzeige diskriminiert Alte

Die Begrenzung einer innerbetrieblichen Stellenausschreibung auf Arbeitnehmer im ersten Berufsjahr kann als unzulässige mittelbare Benachteiligung wegen des Alters gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) auf Antrag eines Betriebsrats entschieden.
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crz/alb DÜSSELDORF. Die Begrenzung einer innerbetrieblichen Stellenausschreibung auf Arbeitnehmer im ersten Berufsjahr kann als unzulässige mittelbare Benachteiligung wegen des Alters gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) verstoßen. Das hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) auf Antrag eines Betriebsrats entschieden.

Der Kläger hatte von dem Arbeitgeber verlangt, in internen Stellenausschreibungen auf die Voraussetzung des ersten Berufsjahres zu verzichten. Der Arbeitgeber hatte sich hierfür auf das von ihm vorgegebene Personalbudget berufen. Die rein finanzielle Begründung war nach Ansicht des Bundesarbeitsgerichts ungeeignet, den Bewerberkreis von vornherein auf jüngere Beschäftigte zu begrenzen.

Arbeitnehmer in höherem Alter seien typischerweise keine Berufsanfänger mehr und deshalb von der Ausschreibung überwiegend ausgeschlossen. Zwar könne sich der Arbeitgeber gezielt für Berufsanfänger einsetzen. Dann muss er sich aber auch mit nachvollziehbaren Gründen und nicht nur mit unangemessenen finanziellen Argumenten für die Berufseinsteiger einsetzen. (Az.: 1 ABR 47/08).

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