Bank drops
Geschäft mit illegalen Bankkonten blüht

Kriminelle nutzen gefälschte Konten für Betrügereien im Online-Handel. Die Erleichterungen für die Kontoeröffnung von Flüchtlingen könnten das Problem noch verschärfen.

BerlinKonten, die unter falscher Identität eröffnet werden, bereiten der Polizei und Staatsanwaltschaften zunehmend Sorgen. In einschlägigen Internetforen blühe das Geschäft mit illegalen Konten, berichtete die „Welt am Sonntag“. Die sogenannten Bank Drops werden demnach vor allem für Betrügereien im Online-Handel genutzt. Die Erleichterungen für Flüchtlinge bei der Kontoeröffnung könnten das Problem dem Bericht zufolge verschärfen.

„Die Täter verwenden in der Regel gefälschte Ausweisdokumente“, sagte Georg Ungefuk von der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität in Gießen der Zeitung. Der Staatsanwalt bearbeitet dem Bericht zufolge mehrere Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit illegalen Konten. Diese werden laut Bericht neuerdings auch als Werkzeug für andere Kriminelle systematisch gehandelt und unverhohlen im Internet angeboten.

Die Finanzaufsichtsbehörde hatte kürzlich Flüchtlingen die Eröffnung eines Kontos erleichtert: Die Anforderungen an die Dokumente wurden gelockert, mit denen sich Flüchtlinge am Bankschalter ausweisen müssen. Ein Bankenjurist sagte der „Welt am Sonntag“, die Branche fürchte Missbrauch. Ein provisorischer Passersatz lasse sich mit deutlich weniger Aufwand fälschen als ein regulärer Personalausweis. Kriminelle könnten gar ahnungslose Flüchtlinge benutzen, um neue illegale Konten zu schaffen.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur
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