Bezahl-Karten Bezahlen an der Kasse geht jetzt schneller

Über 1,2 Millionen Sparkassen- und Volksbank-Kunden können ab sofort mit ihrer neuen Bankkarte quasi im Vorbeigehen bezahlen. Die neue Technik gibt es zunächst in einem Pilotprojekt, doch bald auch deutschlandweit.
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Mit der neuen Funktion für ihre Girocard steigt die Deutsche Kreditwirtschaft in diesem Jahr in das kontaktlose Zahlen ein. Foto: BVR

Mit der neuen Funktion für ihre Girocard steigt die Deutsche Kreditwirtschaft in diesem Jahr in das kontaktlose Zahlen ein. Foto: BVR

DüsseldorfMit Karte zahlen ohne diese aus der Hand zu geben, das soll für Sparkassenkunden bald in ganz Deutschland möglich sein. Diese Woche fiel in Hannover der Startschuss für kontaktloses Zahlen  mit dem Namen „Girogo“. In der Region Hannover-Wolfsburg-Braunschweig können nun 1,2 Millionen Sparkassen- und Volksbank-Kunden etwa bei Douglas oder Edeka Kosmetik und Lebensmittel im Wert von bis 20 Euro zahlen, ohne ihre Bankkarte in ein Lesegerät stecken oder eine Geheimzahl eingeben zu müssen.

Anders als die Genossenschaftsbanken will der Sparkassen- und Giroverband (DSGV) aber nicht auf die Erkenntnisse des Pilotprojekts warten. „Wir haben nur Hannover ausgewählt, um mit der bundesweiten Verbreitung zu beginnen“, sagt Wolfgang Adamiok, der beim DSGV für die Kartenstrategie zuständig ist, der Nachrichtenagentur Reuters.

Die Sparkassen wollen bis 2015 alle 45 Millionen Karten mit einem Funkchip ausstatten, der das kontaktlose Bezahlen an der Ladenkasse erlaubt. Mit der Drogeriekette dm und dem Handelskonzern Douglas sowie mit dem Tankstellenbetreiber Esso hätten die Sparkassen aber schon bundesweit Kooperationsvereinbarungen geschlossen, sagt Adamiok. „Weitere Partner folgen noch.“

„Wenn die Sparkassen ihre Karte deutschlandweit einführen, dürfte damit die kritische Masse erreicht werden“, sagt Stefan Wannmacher gegenüber Handelsblatt  Online. Der Zahlungsverkehrsexperte bei der auf die Finanzdienstleistungsbranche spezialisierten Unternehmensberatung Capco meint: „Dann haben sehr viele Kunden eine solche Karte, die Motivation zur Teilnahme für Händler steigt und die Zahl der Akzeptanzstellen nimmt zu.“

Die technische Grundlage des kontaktlosen Bezahlens mit Girogo ist die Geldkarten-Funktion auf den Bankkarten. Die Kunden müssen also den nötigen Betrag vor dem Zahlen an der Kasse aufladen. Gerade deshalb befürchtet Wannmacher Widerstände: „Schon die Geldkarte hat sich wegen des umständlichen Aufladens nie richtig durchgesetzt. Dieses Mal besteht allerdings die Möglichkeit einer automatischen Aufladung, was – sofern diese beim Verbraucher Anklang findet – die Handhabung vereinfacht“, sagt der Experte.

Noch ist Überzeugungsarbeit nötig
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6 Kommentare zu "Bezahl-Karten: Für Millionen Deutsche wird das Bezahlen an der Kasse schneller"

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  • Der nächste Schritt zur Abschaffung des Bargelds im August dieses Jahres. Dann nämlich darf in Deutschland, wie bereits in einigen anderen EU Ländern kein betrag mehr über € 1.000 in bar bezahlt werden!

    Das führt nicht nur zur totalen Überwachung, nein es führt vor allem die Banken aus der Klemme, denn niemals mehr wird es einen "Bankrun" geben und die Banken brauchen für ihr Glücksspiel überhaupt kein Kapital mehr! Nichts mehr mit Unterkapitalisiert! Narrenfreiheit mitsamt ihren politischen Vasallen, die die anstehende Währungsreform damit stromlinienförmiger gestalten können!
    Schöne neue Welt und der Michel schaut gelangweilt, weil Ahnungslos, zu!

  • Georgmann sagt:
    Das läuft auf die Abschaffung des Bargeldes hinaus. Schön, das ich bis in das Kleinste kontrolliert werden kann. Pech für meinen Helfer im Garten. Das Finanzamt wird es freuen und den Finanzminister ebenfalls. Mein Gott,liebe Bundesbürger, was lasst ihr euch gefallen.

  • Hat eigentlich jemand die 1,2 Mio."Kunden" gefragt, ob sie das überhaupt wollen???
    Bei dem Wort FUNKCHIP sollten bei einem Menschen mit gesundem Verstand schon rein instinktiv alle Alarmglocken läuten! Beim Stand der heutigen Technik kann man derart, wie auch mit einem ständig mit sich rumgetragenen Telefon (Handy = welch häßliches Wort!), überall geortet werden, von wem auch immer. Es lebe die Freiheit!

  • Klasse, jetzt kann ich den Leuten die Knete quasi im Vorbeigehen berührungslos aus der Tasche ziehen. Auf der Kirmes, in der Kneipe und wo richtig Gedränge ist macht das besonders Spass. Und man braucht nur ein einfaches tragbares RFID-lesegerät unter der Jacke.
    Meine Zukunft ist gesichert!

  • Wer garantiert denn, dass in der heutigen Zeit die Daten nicht missbraucht werden !? Skepsis ist absolut angebracht !! Es können doch Bewegungsprofile und Konsumverhalten abgefragt werden, auch wenn es nur um kleinere Beträge geht. NOCH !! Und warum muss denn beim Bezahlen immer alles schnell schnell und noch schneller gehen.....diese Bevormundung von Oben !! Eine Kasse mehr öffnen tut es doch auch; aber das kostet wieder eine extra Kraft; mit der Bezahlkarte soll der Verbraucher diesen Misstand dann wieder ausbüglen. Mit den RFID Chips hinterlässt man doch überall seine Spuren und merkt noch nicht einmal, dass die Daten ausgelesen werden. Ganz abgesehen davon, je weniger Bargeld wir in den Händen halten , desto mehr geben wir die Verantwortung ab und werden immer gläsener und abhängiger; dazu noch freiwillig und mit "Chip". NICHT nur den Banken kommt das natürlich sehr entgegen.

  • Wenn ich also bei Esso tanke und das sind deutlich mehr als 20 €, je nach Tankgröße sind es 50 - 100 €, zahle ich mit der Kreditkarte. Dann kaufe ich mir im Tank-Shop ein belegtes Brötchen für 2,50 € und zahle dann mit der girogo.
    Toller Fortschritt!!
    Diese Karten dürften wohl nur das Taschengeld für Kinder sinnvoll ersetzen.

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