BGH-Urteil
Fruchtquark darf sich nicht mit Milch vergleichen

Nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshof ist ein Werbespruch für einen bestimmten Ehrmann-Fruchtquark unzulässig. Foodwatch fordert Maßnahmen gegen Verbrauchertäuschung.
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Karlsruhe/BerlinDer Werbeslogan „So wichtig wie das tägliche Glas Milch!“ für einen Fruchtquark ist als gesundheitsbezogene Angabe grundsätzlich nicht zulässig. Das folgt aus einer am Mittwoch verkündeten Entscheidung des Bundesgerichtshofs. Der Joghurthersteller Ehrmann hatte mit dem Spruch für seinen Fruchtquark „Monsterbacke“ geworben.

Das Verbot folge aus der europäischen Verordnung über „nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben über Lebensmittel“, so die Richter (Az. I ZR 36/11). Nach der Verordnung besteht allerdings die Möglichkeit, den Spruch EU-weit behördlich genehmigen zu lassen, wenn die Aussage in wissenschaftlichen Studien bestätigt wird.

Die BGH-Richter legten den Fall noch dem Europäischen Gerichtshof vor, um klären zu lassen, ob die Genehmigungspflicht bereits im Jahr 2010 wirksam war. Eine Irreführung der Verbraucher sieht der BGH in der Aussage hingegen nicht. Den Käufern werde „deutlich gemacht, dass es sich um etwas anderes handelt als um Milch“, sagte der Vorsitzende Richter Joachim Bornkamm.

Die Molkerei Ehrmann erklärte auf Anfrage zur BGH-Entscheidung lediglich: „Wir respektieren die Verweisung an die nächsthöhere Instanz und werden weiterhin das laufende Verfahren nicht kommentieren.“ Im Verfahren gehe es um die werbliche Vermarktung des Produkts „Monster Backe Früchtequark“ im sechs Mal 50 Gramm-Becher.

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Fruchtquark darf sich nicht mit Milch vergleichen

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„Monsterbacken lauern überall“

Kommentare zu " BGH-Urteil: Fruchtquark darf sich nicht mit Milch vergleichen"

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  • Schön, dass wir das jetzt wissen, lieber BGH...

    @groeschel29764

    Die Frage ist doch, ob der Verbraucher primär essen sollte, was er mag, oder was ihm gut tut. Zucker ist schlicht eine Droge, deren Gebrauch genauso wie bei Nikotin bekämpft werden sollte.

    Allerdings trägt hierfür die Politik die Verantwortung, die entsprechende Regelungen schaffen muss. Es sollte dabei um Aufklärung und Werbeverbote gehen, nicht aber um ein absolutes Verbot. Die letztendliche Entscheidung sollte mE beim (mündigen) Verbraucher bleiben.

  • Du bist ja ein ganz schlauer Fuchs, was ?

  • Es wird bemängelt, dass nicht auf den Zuckergehalt hingewiesen wird. Früchtequarks und andere Quark Desserts für Kinder enthalten Zucker, weil Kinder es süß mögen. Deshalb ist z.B. auch die das Kakao-Milchgetränk in Flaschen gesüßt. Das entspricht der Verbrauchererwartung.

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