Crowdfunding Verbraucherschützer fordern Investitions-Obergrenze

Nach dem Willen von Verbraucherschützern sollen Privatanleger maximal 1000 Euro in Projekte stecken dürfen, für die die sogenannte Prospektpflicht nicht gelte. Dazu gehören alternative Anlagen wie Crowdfunding.
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Verbraucherschützer wollen die Maximalinvestition deckeln. Quelle: www.indiegogo.com/projects/ubuntu-edge
Crowdfunding

Verbraucherschützer wollen die Maximalinvestition deckeln.

(Foto: www.indiegogo.com/projects/ubuntu-edge)

BerlinVerbraucherschützer fürchten beim sogenannten Crowdfunding Gefahren für Kleinanleger und fordern die Deckelung der Investitionen. Maximal 1000 Euro sollten Privatanleger in Projekte stecken dürfen, für die die sogenannte Prospektpflicht nicht gelte, verlangte der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) am Freitag in Berlin. Dadurch werde das wirtschaftliche Risiko von Verbrauchern begrenzt, die in alternative Anlagen wie das „Crowdfunding“ über Internetplattformen investierten.

Im Entwurf des Kleinanlegerschutzgesetzes, das am Montag im Finanzausschuss des Bundestages beraten werden soll, sind zwar Informationspflichten der Anbieter von Finanzanlagen vorgesehen. Dazu müssen sie Prospekt auflegen, in denen sie etwa das Konzernergebnis und ihre finanziellen Verpflichtungen und deren Fälligkeit angeben müssen.

Aber der Entwurf sieht auch Ausnahmen vor: Demnach sollen die Prospektpflichten nicht gelten, wenn das Finanzierungsziel eine Million Euro nicht übersteigt. Zwar sollen Anleger eigentlich nicht mehr als 1000 Euro beisteuern dürfen. Aber diese Hürde können Anleger mit Selbstauskünften über Gehalt und Vermögen umschiffen und bis zu 10.000 Euro investieren.

Mit ihrer Forderung, bei dem Verzicht auf einen Prospekt die Anlagesumme generell auf 1000 Euro zu begrenzen, gehen die Verbraucherschützer über die Gesetzespläne hinaus. „Wer bei Kleinanlegern Gelder in erheblicher Größenordnung einsammeln will, muss ordentlich über die zu finanzierenden Projekte informieren“, fordert Dorothea Mohn, Finanz-Expertin beim vzbv.

„Crowdfunding“ sei eine hochspekulative Anlage. Die Erfahrung zeige zudem, dass sich unseriöse Akteure am Kapitalmarkt Ausnahmen zunutze machen, erklärte sie mit Blick auf die Prospektpflicht.

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