Einkommensteuer
BFH zum Werbungskostenabzug beim Erststudium

Aufwendungen für ein Erststudium können als Werbungskosten geltend gemacht werden, wenn dem Studium eine abgeschlossene Berufsausbildung vorausgegangen ist, so der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 18.06.2009.
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DÜSSELDORF. Aufwendungen für Bildungsmaßnahmen sind gemäß § 9 Abs. 1 Satz 1 EStG Werbungskosten, wenn ein Veranlassungszusammenhang mit einer ggf. auch späteren beruflichen Tätigkeit besteht. Der ab 2004 geltende § 12 Nr. 5 EStG regelt in typisierender Weise, dass Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung und für ein Erststudium im Rahmen der Einkünfteermittlung nicht zu berücksichtigen sind, sofern diese Aufwendungen nicht im Rahmen eines Dienstverhältnisses anfallen. Diese Aufwendungen können allerdings jährlich bis zu 4 000 ? als Sonderausgaben geltend gemacht werden (§ 10 Abs. 1 Nr. 7 EStG).

Im Urteilsfall hatte die Klägerin eine abgeschlossene Ausbildung als Buchhändlerin. Nach Abschluss der Ausbildung begann sie zunächst ein Sonderschulpädagogik-Studium, welches sie nicht beendete. Zu einem späteren Zeitpunkt nahm sie ein Studium zur Grund-, Haupt- und Realschullehrerin auf.

Aktenzeichen: VI R 14/07
DER BETRIEB 2009 S. 2073

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