Ex-Anteilseigner klagen
Urteil im HRE-Verfahren verschoben

Die Entscheidung zum Zwangsausschluss der früheren Aktionäre der Hypo Real Estate (HRE) ist auf Mittwoch verschoben worden. Es wird erwartet, dass die Klagen der Ex-Anteilseigner auch in zweiter Instanz scheitert.
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MünchenDas Oberlandesgericht München hat seine Entscheidung zum Zwangsausschluss der früheren Aktionäre der Krisenbank Hypo Real Estate (HRE) auf Mittwoch verschoben. Ursprünglich war ein Urteil für Dienstag vorgesehen. Es wird erwartet, dass die Ex-Anteilseigner auch in zweiter Instanz mit ihren Klagen scheitern. Denn das OLG hatte schon im Juni betont, die europa- und verfassungsrechtlichen Bedenken gegen den sogenannten Squeeze-Out überwiegend nicht zu teilen. Die Kläger zielen auf einen finanziellen Nachschlag auf ihre Zwangsabfindung. 

Die HRE musste in der heißen Phase der Finanzkrise im Herbst 2008 nach akuten Liquiditätsengpässen mehrfach vor dem Aus gerettet werden. Zeitweise wurde der damalige Dax-Konzern mit rund 150 Milliarden Euro gestützt. Im Zuge der Verstaatlichung wurden die Altaktionäre aus der Immobilienbank gedrängt. Mittlerweile wagt das deutlich verkleinerte Institut unter dem Namen Deutsche Pfandbriefbank einen Neustart.

 

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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