Ex-US-Finanzminister zur 500-Euro-Note: Aus für den „Bin Laden der Geldscheine“ gefordert

Ex-US-Finanzminister zur 500-Euro-Note
Aus für den „Bin Laden der Geldscheine“ gefordert

Larry Summers war US-Finanzminister und hält große Geldscheine für ein Werkzeug des internationalen Verbrechens. Er fordert eine Ende des 500-Euro-Scheins – und hat auch kleinere Scheine im Blick.

New YorkDer Rat der Europäischen Zentralbank hat bereits das Ende des 500-Euro-Scheins eingeleitet, wie das „Handelsblatt“ berichtet hatte. Die Banknote werden vermehrt für illegale Geschäfte genutzt, dazu gebe es einen weltweiten Konsens, hatte EZB-Präsident Mario Draghi Anfang der Woche vor dem Europäischen Parlament gesagt.

Der frühere US-Finanzminister und Harvard-Ökonom Larry Summers stimmt jetzt in den Chor der Kritiker ein und plädiert für eine Abschaffung des 500-Euro-Scheins – und nicht nur . In seinem Blog schrieb Summers am Dienstag, dies wäre ein guter Schritt im Kampf gegen Korruption und organisierte Kriminalität.

„Ein Moratorium beim Druck neuer Banknoten mit hohem Nennwert würde die Welt zu einem besseren Ort machen.“ In gewissen Kreisen trage der Schein den Spitznamen „Bin Laden der Geldscheine“. Osama bin Laden war Drahtzieher der Terroranschläge auf die USA im September 2001.

Doch Summers geht noch einen Schritt weiter. In einem Gastbeitrag in der „Washington Post“ fordert der 61-Jährige auch eine Abschaffung des 100-Dollar-Scheins. Er regt ein globales Abkommen an, bei dem sich die wichtigsten Industrie- und Schwellenländer dazu verpflichten, keine Geldnoten mit einem Nennwert von mehr als 50 oder 100 Dollar zu drucken. In Europa würde eine solche Übereinkunft zumindest auch für den 100- und 200-Euro-Schein das Aus bedeuten.

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