Falschgelddelikte
Betrüger setzen auf falsche Fuffzger

Die Zahl der Falschgelddelikte ist im Jahr 2014 um 60 Prozent gestiegen, so das Bundeskriminalamt. Schuld ist vor allem die „Napoli-Gruppe“. Viele 50-Euro-Scheine wurden technisch aufgemotzt, um nicht aufzufallen.
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Der 50-Euro-Schein ist bei Geldfälschern besonders beliebt: Allein 34.448 50-Euro-Blüten zog die Polizei vergangenes Jahr in Deutschland aus dem Verkehr, wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. Dies sind 45 Prozent der insgesamt registrierten knapp 76.000 Falschgeldnoten. Auf Platz zwei der „Blüten-Skala“ folgte der 20-Euro-Schein mit einem Anteil von fast 32 Prozent.

Die Zahl der verzeichneten Falschgelddelikte stieg 2014 auf rund 60.800 - das waren fast 60 Prozent mehr als im Vorjahr. Angesichts von rund 6,8 Milliarden Banknoten in Deutschland stufte das BKA das Falschgeldaufkommen aber weiter als gering ein. Die Fälschungen stammten vor allem aus Ost- und Südeuropa sowie Italien.

Seit Anfang 2014 seien „Euro-Banknoten aus italienischer Massenfertigung im Internet angeboten“ worden von der sogenannten „Napoli-Gruppe“, so das Bundeskriminalamt. Nach Beobachtungen der Ermittler wird Falschgeld zunehmend durch organisierte Gruppen verbreitet und im Internet auf illegalen Handelsplattformen verkauft. Im Netz werden demnach zudem gefälschte Hologramme angeboten, die von den Tätern insbesondere auf nachgemachten 50-Euro-Noten platziert werden und diese Fälschungen aufwerten.

Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

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