Finanzaufsicht: Bonitätsanleihen könnten verboten werden

Finanzaufsicht
So will die Bafin Verbraucher besser schützen

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Bonitätsanleihen könnten verboten werden

Von ihrer schärfsten Waffe, dem Produktverbot, hat die Behörde bei den Bonitätsanleihen bereits Gebrauch und ein Verkaufsverbot an private Kunden angekündigt. Ob es dabei bleibt, ist nicht sicher. Derzeit werden noch die zahlreichen Stellungnahmen zu der geplanten Maßnahme ausgewertet.

Der private Bankenverband hat sich noch kein abschließende Meinung über die neuen Aufgaben der Bafin im Verbraucherschutz gebildet. „Wie die Bafin ihre neue Aufgabe in die Praxis umsetzt, wird sich zeigen, sobald erste Aufsichtsmaßnahmen erkennbar werden“, so eine Sprecherin auf Anfrage. „Hier ist Fingerspitzengefühl gefragt. Denn die Bafin ist schließlich eine Behörde, und jeder Eingriff einer Behörde muss angemessen und verhältnismäßig sein“, so der Bankenverband.

In höchsten Tönen lobte Roegele indes die Kooperation mit den sogenannten Finanzmarktwächtern, die bei den Verbraucherschutzzentralen angedockt sind. Es gebe einen regelmäßigen Informationsaustausch („wahnsinnig wertvoll“) über die Kundenbeschwerden bei den Verbraucherschützern, die mit den eigenen Informationen abgeglichen werden.

Relativ schnell könne man dann entscheiden, ob es um Missstände gehen, die den kollektiven Verbraucherschutz betreffen oder das Problem einzelner Institute sind. „Es ist ein Austausch, keine Einbahnstraße. Wenn wir etwas liefern, erhalten wir stets eine gut begründete Antwort“, lobte auch Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbandes.

Trotz des höheren Schutzniveaus sind private Anleger gut beraten, nicht den Verstand auszuschalten, wenn Unternehmen mit hohen Renditen locken. Denn der Tätigkeit der Bafin sind klare Grenzen gesetzt. „Wir machen keine laufende Unternehmensaufsicht und prüfen keine Geschäftsmodelle – weder bei einem Dax-Unternehmen noch bei kleinen Emittenten von Vermögensanlagen“, betonte Aufseherin Roegele. Mit einem Gütesiegel der Bafin für Finanzanlagen ist also auch künftig nicht zu rechnen.

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Kommentare zu " Finanzaufsicht: So will die Bafin Verbraucher besser schützen"

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  • und der desolaten Fehlentwicklung der Krankenkassen!

  • Die Bafin war bis dato nicht für den Deutschen Sparer und Verbraucher da und wird es auch in Zukunft nicht sein.
    Die Bafin hätte man gebraucht, als die Deutsche Willkürpolitik den Maastricher Vertrag aufgekündigt hat. Zum Schaden der Sparer und Rentner in Deutschland!

  • Hahaahhahahahah!!!

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