GDL-Klage abgewiesen
Arbeitgeber dürfen nach Gewerkschaftszugehörigkeit fragen

Nach einem Entscheid des Bundesarbeitsgerichts dürfen Arbeitgeber Beschäftigte nach ihrer Zugehörigkeit in einer Gewerkschaft fragen. Ein GDL-Antrag dies zu untersagen wurde abgelehnt. Die Richter konkretisierten jedoch.
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ErfurtArbeitgeber haben unter Umständen das Recht, ihre Beschäftigten nach der Zugehörigkeit zu einer Gewerkschaft zu fragen. Das hat das Bundesarbeitsgericht am Dienstag in Erfurt entschieden. Die Richter lehnten den Antrag der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ab, dem Arbeitgeber eine solche Frage generell zu untersagen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Eine entsprechende Klage auf Unterlassung gegen die Stadtwerke München wurde abgewiesen.

Im konkreten Fall aus dem Jahr 2010 hatten die Stadtwerke als Betreiber des Nahverkehrs ihre Mitarbeiter aufgefordert mitzuteilen, ob sie GDL-Mitglied sind. Die Stadtwerke hatten einen Tarifabschluss mit der Gewerkschaft Verdi erzielt, nicht jedoch mit der GDL. Der Arbeitgeber wollte deshalb wissen, auf welche Mitarbeiter der neue Tarifvertrag mit Verdi anzuwenden sei.

Das Bundesarbeitsgericht stellte fest, in einer Arbeitskampf-Situation wie in diesem Fall dürfe der Arbeitgeber allerdings nicht nach der Gewerkschaftszugehörigkeit fragen. Aktenzeichen: 1 AZR 257/13

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " GDL-Klage abgewiesen: Arbeitgeber dürfen nach Gewerkschaftszugehörigkeit fragen"

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  • Dürfen Arbeitnehmer denn den Arbeitgeber fragen, ob dieser Mitglied im Arbeitgeberverband usw. ist?

  • Warum auch sollte verboten werden, den präsumtiven Mitarbeiter zuvor auf den Grad seiner Intelligenz zu prüfen?

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