Genussscheine
Schlechte Karten für Commerzbank-Anleger

Durfte die Commerzbank die Besitzer von Genussscheinen der Eurohypo an Verlusten beteiligen? Diese Frage wird derzeit vor Gericht geklärt. Für die Anleger gab es gleich zu Protestauftakt eine Enttäuschung.
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FRANKFURT. Im Streit um das Abwälzen von Verlusten auf Genussschein-Inhaber der Tochter Eurohypo scheint die Commerzbank vor Gericht gute Karten zu haben. Der Vorsitzende Richter Martin Müller ließ gestern am ersten Verhandlungstag erkennen, dass er wenig Chancen für die Kläger sieht, ihre Forderungen durchzusetzen. Die Commerzbank hatte ihnen nach einem Milliardenverlust 2009 die Zinsen gestrichen und einen Teil ihres Kapitals zum Abfedern der Verluste verwendet. Am 14. Dezember soll das Verfahren fortgesetzt werden.

Im Zentrum des Streits steht der 2007 geschlossene Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Eurohypo und ihrer Mutter Commerzbank. Damit ist der ausgewiesene Verlust aus Sicht des Klägers Crown Ocean Capital ohne reale Grundlage, weil er praktisch auf Weisung der Konzernmutter entstand. Folglich beruft sich die private Beteiligungsgesellschaft auf frühere Prognosen, in denen für den Immobilienfinanzierer schwarze Zahlen vorausgesagt wurden. Damit müsste die Eurohypo aber aus Sicht der Kläger auch die Genussscheine voll bedienen.

Die Commerzbank wehrt sich naturgemäß gegen diese Argumentation. „Diese Prognosen von damals kann man unmöglich heranziehen“, sagte Commerzbank-Anwalt Rupert Bellinghausen. „Schuld ist die Finanzkrise.“

Der Vorsitzende Richter Müller plädierte gestern dafür, die Bedienung der Genussscheine an das Konzernergebnis der Commerzbank zu koppeln. „Man muss an das Ende der Nahrungsmittelkette gehen“, gab er die Marschrichtung vor. Sollte er bei dieser Einschätzung bleiben, wäre dies ein klarer Sieg für die Commerzbank. Kläger-Vertreter Klaus Steiner übte bereits gestern harsche Kritik am Gericht und sprach von einer politischen Entscheidung. „Man will einzig die Commerzbank schonen, um die Staatskassen zu entlasten“, sagte der Anwalt.

Hans G. Nagl
Hans G. Nagl
Handelsblatt / Senior Financial Correspondent

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  • A Commerzbank nagyon rossz befektetés a részvényeseknek,Már soha többet nem venék commerzbank részvényt,lassan ki tÅ‘rÅ‘lhetem vele a seggem.Csak egyszer tudjam ki szedni belöle a pénzem,a német bankok elötem levizsgáztak fostalicska bank,kétszer annyi a tartozása,mint amennyit ér az egész bank,ez a commerzbank.A Magyar otp részvényt még csak meg se közelitik.HA VALAKiK VESZiTENi AKARNAK,AZOKNAK KELL COMMERZbANKbA GONDOLKOZNiUK.Hol van a 18 miliárd euró amit a szövetségi kormánytól kapott,most meg az egész commerzbank piaci értéke 8 milliárd euró,ez a bank aztán tudja hogyan kell eltüntetni a pénzt.9eurós névértéken fizesék ki az Å‘sszes részvényest,aztán a sülyesztÅ‘be evel a bankal.leman 2 egenlÅ‘ Commerzbank.

  • Deutsche Gerichte gehören der Mafia Kaste, bestehend aus Regierung, banken, Vorständen, Rechtsanwälten, gekaufter Presse etc. an.

    Diese schützt sich gegenseitig auf Kosten des Volkes! Mittels korrupter und bestochener Anwälte und Gerichte werden Gesetze ausgehebelt und verdreht.

    Deutsche Rechtsprechung ist pervers, SiE MACHT DEN TÄTER ZUM OPFER!

  • Deutschland ist ein Gerechtichkeits fernes Land.
    Geht es um Klagen gegen den Staat,
    insbesondere um Klagen gegen beamte oder die Staatskasse,
    entscheiden deutsche Richter generell ungerecht,
    ja sogar rechtsfern, und volksfeindlich.

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