Gewinnermittlung
Rechnungsabgrenzung beim Erhalt von Subventionen

Der kapitalisiert ausgezahlte Zinszuschuss für die Aufnahme eines langjährigen Kapitalmarktdarlehens ist passiv abzugrenzen. Dieser passive Rechnungsabgrenzungsposten ist ratierlich über die gesamte Darlehenslaufzeit und je nach Ausgestaltung des Darlehensvertrags linear oder degressiv aufzulösen. Werden vorzeitig Sondertilgung des Darlehens erbracht ist der Passivposten im Verhältnis der Sondertilgungen zum Gesamtdarlehensbetrag aufzulösen, entschied der Bundesfinanzhof in seinem Urteil vom 24. 6. 2009.

Nach § 5 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, als passive Rechnungsabgrenzungsposten auszuweisen. Damit sollen alle Einnahmen dem Jahr zugerechnet werden, zu dem sie wirtschaftlich gehören. D. h. die Ertragswirkung dieser Einnahmen soll in die Periode verlagert werden, in der die korrespondierenden Aufwendungen anfallen. Im entschiedenen Fall ging es um den Auflösungszeitraum eines Zinszuschusses im Rahmen eines Argarinvestitionsförderprogramms.

Aktenzeichen: IV R 26/06
DER BETRIEB 2009 S. 1735

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