Global Payments
Kein Kredit, aber teure Prepaid-Kreditkarte

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Warum die Kunden auf der Kreditkarte sitzen bleiben

Ob die Kunden nun den gewünschten Kredit erhalten oder nicht: Auf der Prepaid-Kreditkarte bleiben sie auf jeden Fall sitzen. Und deren Kosten haben es in sich. Die Ausgabegebühr beträgt 49,90 Euro zuzüglich zehn Euro für den Versand, die Kosten sind per Nachnahme beim Postboten zu entrichten. Hinzu kommt eine Jahresgebühr von 49,90 Euro. Insgesamt kommen so Kosten von 109,80 Euro zusammen. Viel Geld für eine Karte, die keinen Nutzen hat, wenn der Inhaber über kein Geld verfügt.

Es kann allerdings mühsam sein, die Kreditkarte wieder zu kündigen, wie die Verbraucherzentrale bereits im vergangenen Jahr schrieb: „Verbraucher, die die Bestellung widerrufen wollten oder die Sendung beim Postboten einfach nicht annahmen, erhielten Inkassoforderungen vom Drei- bis Vierfachen des ursprünglichen Betrages. Auch korrekte Widerrufe wurden vom Anbieter abgelehnt. Begründung: Der Widerruf sei nicht fristgemäß erfolgt.“ Telefonische Rückfragen können dagegen teuer werden: Auf der Startseite von mastercredit.de findet sich eine Telefonnummer, bei der der Anruf aus dem Festnetz 2,99 Euro pro Minute kostet.

Die Verbraucherzentrale wirft Global Payments vor, potenzielle Kunden über Kosten der Kreditkarte nicht ausreichend in Kenntnis zu setzen. Global Payments hat sich bislang nicht zu der Klage geäußert, eine schriftliche Anfrage blieb unbeantwortet.

Bereits Anfang November 2016 hatte das Marktwächterteam der Verbraucherzentrale den Anbieter abgemahnt und forderte eine Unterlassung der Werbung. Dem trat Global Payments im Juni 2017 entgegen. Jetzt geht der Verbraucherzentrale Bundesverband einen Schritt weiter und hat Klage eingereicht.

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