Griechenland vor der Pleite
Darauf müssen sich Griechenland-Urlauber einstellen

Die Banken sind dicht, viele Geldautomaten leergeräumt: Für viele Touristen könnte der Strandurlaub in Griechenland ungewollt zur Abenteuerreise werden. Was die drohende Staatspleite für Urlauber bedeutet.
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Düsseldorf„Kein Geld hier. Nur Liebe“, steht auf einem Zettel, den jemand an den Geldautomaten einer Bank auf der Insel Mykonos geklebt hat. Netterweise sind die Worte auf Englisch verfasst – so können auch Touristen sie lesen. Ihren Humor haben die Griechen trotz des sich zuspitzenden Schuldenstreits mit EU und IWF offenbar noch nicht verloren.

Vielen Touristen allerdings vergeht das Lachen bei der Vorstellung, den kommenden Griechenlandurlaub ohne Bargeld bestreiten zu müssen. Denn die Erholung ist schnell verschwunden, wenn das Geld fehlt, um abends in der Taverne seinen Wein zu genießen, Eintrittskarten zu kaufen oder auch nur das Taxi zurück zum Hotel zu bezahlen. (So fühlt sich der Urlaub in Griechenland derzeit an.)

Fest steht schon jetzt: In dieser Woche bleiben die Banken in Griechenland geschlossen, Bargeld gibt es also nur an den Geldautomaten. Mit den Kapitalverkehrskontrollen will die griechische Regierung verhindern, dass Geld aus Griechenland ins Ausland abfließt.

Die Griechen selbst dürfen maximal 60 Euro pro Tag von ihren Konten abheben. Für griechische Rentner wird es jetzt eine Ausnahme geben. Doch einige Geldautomaten waren schon am Wochenende leer.

Am Sonntag, 5. Juli, sollen die Griechen dann über die von den Geldgebern geforderten Sparmaßnahmen abstimmen. Zu einem Staatsbankrott könnte es aber möglicherweise schon vorher kommen. Welche Auswirkungen die Staatspleite haben könnte, ist nur schwer abzuschätzen. Wir haben die wichtigsten Fragen und Antworten für Griechenland-Urlauber zusammengestellt.

Wie bereite ich mich auf meinen Urlaub vor?

Das Auswärtige Amt rät Griechenland-Urlaubern, viel Bargeld mitzunehmen. Damit sichern sich Urlauber gegen eine mögliche Bargeldknappheit im Land ab, oder auch einfach nur vor langen Schlangen an den Geldautomaten. Allerdings sollten Urlauber dabei auch darauf achten, dass große Scheine möglicherweise nicht überall gewechselt werden können und auch genug Zehner und Fünfer einpacken. Auch der Deutsche Bankenverband (BDB) rät Griechenland-Reisenden, ausreichend Bargeld in kleinen Banknoten bis zu 50 Euro einzustecken.

Reisende sollten außerdem die Nachrichtenlage unbedingt im Auge behalten. Das Auswärtige Amt informiert auf seiner Internetseite über Reisehinweise und die aktuelle Lage.

Kann ich auch weiterhin mit meiner Kreditkarte bezahlen?

Touristen sollten lieber so oft wie möglich mit Kredit- und Girocard bezahlen - in der Regel gebührenfrei - und entsprechende Karten mit nach Griechenland nehmen. "Am besten, man nimmt eine Mischung aus Zahlungsmitteln und mehr Bargeld mit", rät eine Sprecherin des Reiseveranstalters Tui.

Normalerweise nehmen in Griechenland fast alle Restaurants und Shops auch Kredit- oder EC-Karten (Girocard) an. Unter anderem berichtet aber Handelsblatt-Korrespondent Thomas Jahn, dass viele Wirte Bargeld verlangen – aus Angst, dass das Geld zu spät auf ihren Konten eintrifft.

Um Geld am Automaten abzuheben, brauchen Touristen ihre Kreditkarte aber auf jeden Fall, denn sie dürfte am zuverlässigsten funktionieren. Nach Aussagen des Verbands Deutsche Kreditwirtschaft haben Mastercard und Visa bestätigt, dass ihre Karten in Griechenland normal funktionieren. Je nach Kreditkarte können für Barabhebungen hohe Gebühren von sechs Euro und mehr fällig werden. Die genauen Gebühren regelt die Heimatbank in ihrem Preis- und Leistungsverzeichnis. Es gibt allerdings auch Anbieter, bei denen Bargeldverfügungen kostenlos sind, unabhängig davon, welchem Kreditkartennetz die Bank vor Ort angehört.

Vom Limit für Abhebungen von 60 Euro am Tag sind ausländische Konten grundsätzlich nicht betroffen, den mit der Bank vereinbarten Verfügungsrahmen können Touristen ausschöpfen. Allerdings hilft das wenig, wenn die Automaten leer sind.

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Augen auf bei der Mietwagen-Buchung

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