Immobilienrecht
Der Vertrag zählt

Für eine Mieterhöhung ist die im Mietvertrag genannte Wohnfläche maßgeblich. Dies gilt auch, wenn die Wohnfläche tatsächlich kleiner ist. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofes müssen Flächenabweichungen zwischen Vertrag und Wirklichkeit um bis zehn Prozent hingenommen werden.

Ein Hamburger Vermieter hatte die Miete um die maximal zulässigen 20 Prozent von 360,47 auf 432,56 Euro erhöht. Zugrunde gelegt hatte er dabei eine Wohnfläche von 55,75 Quadratmetern (qm) für eine Wohnung, die tatsächlich aber nur 51,03 qm groß war.

"Das Urteil öffnet Missbrauch und Betrügern Tür und Tor", schimpft Lukas Siebenkotten vom deutschen Mieterbund: "Die Hamburger Mieter müssen für nicht existierende Wohnfläche monatlich 36,63 Euro Miete zahlen." Kai Warnecke von der Eigentümergemeinschaft Haus und Grund nennt das Urteil "praxisgerecht". Flächenabweichungen beruhten überwiegend auf unterschiedlichen Berechnungsmethoden. Aktenzeichen: BGH vom 8. Juli 2009, VIII ZR 205/08

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