Immobilienrecht
Viel Rauch um nichts

Sommerzeit ist Grillzeit – doch längst nicht jeder Würstchenbrater ist auch versiert im Umgang mit Material und Gerät. Dennoch bekam vor dem Verwaltungsgericht Koblenz ein Grillfan Recht, der die Kosten für die alarmierte örtliche Feuerwehr nicht übernehmen wollte.

Die war wegen starker Rauchentwicklung mit 50 Mann angerückt, um festzustellen, dass keine Brandgefahr bestand. Kostenpunkt für den Einsatz: 1500 Euro. Gegen den Gebührenbescheid klagte der Mann mit Erfolg. Wer grillt und deshalb Besuch von der Feuerwehr bekommt, braucht die Kosten für den Einsatz nicht zu zahlen, wenn von dem Feuer keine Gefahr ausging.

Der Kamin sei vorschriftsmäßig errichtet, bestimmungsgemäß benutzt und beaufsichtigt worden. „Die Kosten für einen solchen Feuerwehreinsatz muss nur derjenige übernehmen, der die Gefahr vorsätzlich oder fahrlässig herbeigeführt hat“, erläutert Rechtsanwalt Andreas Müller-Wiedenhorn von der Kölner Sozietät Heuking, Kühn, Lüer, Wojtek. Aktenzeichen: VG Koblenz vom 10. Dezember 2008, 5 K 1068/08

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