In die Irre geführt
Anleger klagen gegen Blackberry

Ein Investor hat am Wochenende eine Sammelklage gegen Blackberry eingereicht. Sein Vorwurf: Das IT-Unternehmen soll Anleger mit zu optimistischen Zukunftsaussichten in ein Aktieninvestment gelockt haben.
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New YorkHat Blackberry-Chef Thorsten Heins Anleger mit zu optimistischen Versprechungen bewusst in die Irre geführt? Das jedenfalls glaubt ein Investor, der am Wochenende eine Sammelklage vor einem New Yorker Gericht eingereicht hat.

Marvin Pearlstein hat die Klage gegen Blackberry und zwei seiner Topmanager nach Informationen von Bloomberg vor einem Bundesgericht in New York eingereicht. Firmenchef Heins und Finanzchef Brian Bilduka hätten es besser wissen müssen, als sie in einer Reihe zu positiver Äußerungen im September 2012 ein rosiges Bild von der Zukunft zeichneten.

Unter anderem hätte er versprochen, dass der kanadische Konzern „ein starker, innovativer und relevanter Spieler in der Welt des mobilen Computing spielen werde“. Zu diesem Zeitpunkt war der Hoffnungsträger, das Betriebssystem Blackberry 10, nach mehreren Verzögerungen noch immer nicht im Markt und Heins hatte bereits massive Kostensenkungsmaßnahmen ergreifen müssen, um den Bestand des Unternehmens zu sichern.

Am 20. September 2013 kam dann die ganze Wahrheit ans Licht, als fast eine Milliarde Dollar auf unverkaufte Blackberry-Smartphones mit Blackberry 10 abgeschrieben werden mussten. Heins wird zudem fast 40 Prozent der Belegschaft entlassen und ist mittlerweile in Übernahmeverhandlungen mit dem Großinvestor Fairfax eingetreten. Der will 4,7 Milliarden für die 90 Prozent der Aktien bezahlen, die er noch nicht besitzt. Allerdings gibt es bisher nur eine Absichtserklärung. Erst nach einer intensiven Prüfung der Bücher will der kanadische Investor ein endgültiges Gebot abgeben – vielleicht.

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