Investitionsbetrug

Treuhändler will Madoff-Opfern mehr zurückzahlen

Die Opfer des Betrügers Bernhard Madoff könnten bald weiteres Geld bekommen. Der Treuhändler Irving Picard möchte die Verteilung von 322 Millionen Dollar beim Konkursgericht erwirken. Eine Anhörung dazu ist geplant.
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Bernard Madoff sitzt derzeit eine 150-jährige Haftstrafe ab. Quelle: AFP

Bernard Madoff sitzt derzeit eine 150-jährige Haftstrafe ab.

(Foto: AFP)

New YorkDie durch Betrügereien von Bernard Madoff geschädigten Investoren können mit weiteren Rückzahlungen rechnen. Der zuständige Treuhändler Irving Picard kündigte am Montag an, das New Yorker Konkursgericht um Erlaubnis für die Verteilung von 322 Millionen Dollar (rund 263 Millionen Euro) zu bitten.

Dazu ist für Januar eine Anhörung geplant. Gibt das Gericht dem Antrag statt, soll das Geld auf 1000 Betrugsopfer Madoffs verteilt werden. Die bisherige Gesamtsumme der Rückzahlungen an Investoren beliefe sich dann auf 7,2 Milliarden Dollar, teilte Picard weiter mit.

Der Milliardenbetrug und seine Folgen
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Dezember 2008: Der US-Fondmanager Bernhard Madoff wird festgenommen. Seine Söhne hatten die Polizei gerufen, nachdem ihr Vater ihnen gestanden hatte, seine Kunden betrogen zu haben. Den Abend verbringt der ehemalige Chef der Technologiebörse Nasdaq aber bereits wieder in seinem Luxus-Appartment ? gegen eine Kaution von 10 Mio. Dollar. Foto: ap

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13. Dezember 2008: Erste Opfer von Madoff werden bekannt. Wie sich später heraus stellt, sind vor allem Banken und Hedge-Fonds betroffen. Aber auch Privatpersonen wie der US-Talkmaster Larry King (links im Bild, im Gespräch mit Venezuelas Präsident Hugo Chavez) und der Schauspieler John Malkovich hatten dem Betrüger ihr Geld anvertraut.Foto: Reuters

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16. Dezember 2008: Die US-Börsenaufsicht SEC gibt zu, im Fall "Madoff" versagt zu haben. Zahlreichen Hinweisen sei man in der Vergangenheit nicht nachgegangen, räumt der Chef der Kontrollstelle, Christopher Cox (2. v. r.), ein. Er ordnet eine Überprüfung der Vorgänge innerhalb der Behörde an. Foto: ap

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22. Dezember 2008: Der 65-jährige Fondsmanager René-Thierry Magon de la Villehuchet nimmt sich in seinem New Yorker Büro das Leben. Sein Investment-Fonds hatte durch den Anlagebetrug Madoffs 1,4 Mrd. Dollar verloren. Foto: ap

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10. März 2009: Zum Auftakt des Prozesses gegen Madoff legt die Staatsanwaltschaft in New York die Anklageschrift vor. Sie beschuldigt den ehemaligen Fondsmanager unter anderem des Wertpapierbetrugs, der Geldwäsche und des Meineids. Insgesamt drohen ihm bis zu 150 Jahren Haft. Der 70-Jährige gesteht seine Taten noch am selben Tag mit den Worten: "Ich schäme mich und ich kann nicht sagen, wie sehr ich meine Verbrechen bedauere." Nachdem Geständnis wird Madoff in Untersuchungshaft genommen. Foto: ap

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24. Juni 2009: Wenige Tage vor der Urteilsverkündung bittet Madoffs Anwalt um eine milde Strafe für seinen Klienten. Seine Bitte um eine Reduzierung der Haftstrafe auf zwölf Jahre begründet er damit, dass Madoff während der Ermittlungen mit den Behörden kooperiert habe. Foto: ap

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30. Juni 2009: Das New Yorker Bezirksgericht geht nicht auf die Bitte des Rechtsvertreters ein und verurteilt seinen Mandanten zur Höchststrafe von 150 Jahren Haft. Foto: Reuters

Durch das Madoffsche Betrugssystem Ponzi verloren Tausende Investoren rund 20 Milliarden Dollar. Seine Firma soll Kunden über Jahre hinweg systematisch über deren Gewinne belogen haben. Madoff wurde im Dezember 2008 verhaftet und sitzt eine 150-jährige Haftstrafe ab.

  • ap
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2 Kommentare zu "Investitionsbetrug: Treuhändler will Madoff-Opfern mehr zurückzahlen"

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  • "Durch das Madoffsche Betrugssystem Ponzi verloren Tausende Investoren rund 20 Milliarden Dollar."
    ... und jetzt ist Madoff auch noch der Erfinder des Ponzi scheme - wie alt ist er denn? Vielleicht sind bei seiner Lebenserwartung die 150 Jahre gar nicht so hoch.

  • "Treuhändler"? ist schon lustig zu lesen, wie das HB dieselben Ausdrücke verwendet, wie mein kleiner Sohn ;)

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