Krankenkassen
Niedrigere Zuschläge für Beitragsschulden

Gute Nachrichten für Krankenversicherte in Notlagen: Wer mit seinen Beitragszahlungen in Verzug kommt, muss ab sofort weniger Säumnisgebühren zahlen.
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BerlinFür Krankenversicherte, die wegen finanzieller Notlagen ihre Kassenbeiträge nicht zahlen können, gelten von heute (Donnerstag) an erleichterte Regelungen. Auf Beitragsschulden bei gesetzlichen Krankenkassen wird der Säumniszuschlag von bisher fünf auf ein Prozent gesenkt. Wer nicht versichert ist und sich bis zum 31. Dezember bei einer Krankenkasse meldet, bekommt die Schulden erlassen. Privatversicherte sollen nach einem Mahnverfahren in einen neuen Notlagentarif wechseln können.

Manipulationen durch Mediziner bei Organtransplantationen soll zudem ein stärkerer Riegel vorgeschoben werden. Bei falschen Angaben, die Patienten auf Wartelisten bevorzugen, drohen künftig bis zu zwei Jahre Haft oder Geldstrafen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Krankenkassen: Niedrigere Zuschläge für Beitragsschulden"

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  • Wie sieht es den aus, wenn man noch Schulden bei der alten Krankenversicherung aus einer Selbständigkeit hat. Bin da nicht mehr Versichert, habe da jedoch ca 3000 Beitragsschulden und 3400 Zäumniszuschläge + Zinsen.
    Zählt da irgendwas Rückwirkend?

  • Bei dieser Gesundheitspolitik gibt es nur Stückwerk, und am Schluss sind mehr Menschen als jemals vorher auf weiterführende Sozialleistungen angewiesen.
    Die PKV müsste man schnellstens verbieten. Auf der einen Seite rechnet man Menschen in Not mit einem Notlagentarif von 125 € und Abbau von Altersrückstellungen die schlimme finanzielle Situation schön. Auf der anderen Seiten soll man den Rechnungszins absenken, und muss die Beiträge ab 2014 wieder erhöhen.
    Quelle Versicherungsbote:
    "PKV - Knapp 2,9 Millionen Privatversicherten droht 2014 eine Beitragsanpassung. Betroffen von den Erhöhungen sind neben Central und AXA auch BBKK, UKV Union und Continentale. Grund für die notwendigen Beitragsanpassungen ist der Rechnungszins, der bei diesen Krankenversicherern nicht mehr gehalten werden kann und entsprechend abgesenkt wird."
    Muss man sich nicht mal in der Politik fragen, warum man zulässt dass die PKv Menschen in Armut bringt. Die PKV kann doch nicht Ärzte mit mehrfachen Gebührensätzen entlohnen, und der Versicherte muss um Beihilfe betteln.
    PKV und Politik sollten den PKV Versicherten eine Rückkehr zur GKV mit Mitnahme der Altersrückstellungen ermöglichen.
    Wenn die PKV Verantwortlichen ehrlich sind, ist ihr Konzept nur für Menschen, die immer über Durchschnitt verdienen und für Beamte mit Zuschüssen. Die anderen hauptsächlich Rentner und Freiberufler können sich das nicht mehr auf Dauer leisten.
    Warum wohl wollten PKV Gesellschaften schon vor Jahren aus der Vollversicherung ausscheren und ihr Geschäft mit Zusatzversicherungen machen. PKV ist am Ende, aber wer gibt das zu. Solange die Politik das ganze nicht unterbindet, wird der Kunde gemolken. Was macht der BGH und der EuGH.

  • Ich erwarte, dass die Krankenkassen ihre Nichtzahler profesionell managen, wie andere normale Unternehmen auch, und sich nicht auf die Übernahme der Kosten durch den Steuertopf oder die korrekten Beitragszahler verlassen. mwinkl02 bitte mal herhören: die von Ihnen so bezeichneten Wucherzinsen sind die gesetzlich im BGB für alle Forderungen gegenüber Privatverbrauchern vorgesehenen Verzugszinsen.

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