Malte Hartwieg Liechtenstein stellt Gold von Finanzmakler sicher

Liechtenstein hat Gold im Wert von mehr als acht Millionen Euro und Bankguthaben von rund 1,6 Millionen Euro aus dem Privatvermögen des Finanzmaklers Malte Hartwieg sowie seiner Firmengruppe eingefroren.
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Das Fürstliche Landgericht Liechtenstein hat im Oktober Gold im Wert von mehr als acht Millionen Euro eingefroren. Quelle: dpa

Das Fürstliche Landgericht Liechtenstein hat im Oktober Gold im Wert von mehr als acht Millionen Euro eingefroren.

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DüsseldorfIm mutmaßlichen Anlageskandal um den Münchener Finanzmakler Malte Hartwieg führt eine Spur nach Liechtenstein. Dem Handelsblatt (Freitagausgabe) liegt ein Beschluss vor, nach dem das Fürstliche Landgericht Liechtenstein im Oktober Gold im Wert von mehr als acht Millionen Euro und Bankguthaben von 1,7 Millionen Schweizer Franken (rund 1,6 Millionen Euro) aus Hartwiegs Privatvermögen sowie seiner Firmengruppe eingefroren hat (Az. 13UR.2014.417 ON2). Ein Richter bestätigte den Vorgang auf Anfrage. Es könnte der erste konkrete Hinweis auf den möglichen Verbleib des Geldes Tausender Anleger sein, die auf Hartwieg vertrauten.

Gegen Hartwieg und zwei weitere Personen wird nun in Liechtenstein wegen des Verdachts der Geldwäsche ermittelt. Ein Edelmetallhändler hatte die Behörden informiert, nachdem er auf fragwürdige Buchungen gestoßen war. Hartwieg hat 2014 sein Emissionshaus Euro Grundinvest an die Schweizer IPF AG verkauft. Der Verkauf wurde in Gold abgewickelt. Die Liechtensteinische Geldwäschemeldestelle FIU hält es für möglich, dass sich Hartwieg dabei indirekt aus Anlegergeldern bezahlen ließ.

Gegen Hartwieg ermittelt auch die Münchener Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Kapitalanlagebetrug. Der versprach mehrfach Aufklärung – und bat die Anleger um Geduld. Für eine Stellungnahme war Hartwieg nicht zu erreichen. Anklagen sind bislang nicht erhoben.

Die IPF AG gehört inzwischen zum Imperium des Finanzunternehmers Sven Donhuysen. Der bestätigte dem Handelsblatt die Goldtransaktionen, schreibt den Vorgang jedoch einem Vorgänger zu. Die Euro Grundinvest gilt als Sanierungsfall. Laut Donhuysen muss sie Anlegern noch 100 Millionen Euro plus Zinsen zurückzahlen.

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