Medienfonds
Falsch beraten, Geld zurück

Klärt eine Bank Anleger nur unzureichend über die Risiken einer Beteiligung auf, kann der Anlagevertrag rückgängig gemacht werden und die Bank muss das investierte Geld erstatten. Das entschieden die Richter des Oberlandesgerichts Brandenburg im Fall eines Anlegers, der in einen geschlossenen Medienfonds investiert hatte.
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hb DÜSSELDORF. Ein Anleger beteiligte sich 2003 mit 25.000 Euro an einem geschlossenen Medienfonds. Die Anlageberaterin hatte dem Kunden versichert, dass die Bank, die den Fonds verkauft, das Geld der Anleger zu 100 Prozent absichert. Tatsächlich stand die Bank aber nur für die Lizenzzahlungen an die Fondsgesellschaft ein. Weil der Fonds nur Verluste erwirtschaftete, weigerte sich das Finanzamt, die Verluste des Fonds steuerlich anzuerkennen. Zudem flossen auch keine Ausschüttungen an die Anleger.

Der Bankkunde fühlte sich betrogen und verklagte die Bank, den Anlagevertrag rückgängig zu machen und das investierte Geld zu erstatten. Die Richter des Oberlandesgerichts Brandenburg stellten sich auf seine Seite (4 U 64/10). Die Bank habe den Anleger unzureichend über die Risiken der Beteiligung aufgeklärt. Sie müsse ihrem Kunden daher die 25.000 Euro plus Zinsen erstatten.

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