Niki Lauda unter den Opfern
Deutscher Anlagebetrüger verurteilt

Niki Lauda ist eines seiner prominentesten Opfer, die er um viele Millionen Euro erleichtert hat. Jetzt musste sich ein deutschen Anlagebetrüger in Vaduz wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verantworten.
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Vaduz/ZürichRund 30 Millionen Euro hat ein deutscher Anlagebetrüger von teils prominenten Kunden in Liechtenstein ergaunert. Wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs verurteilte das Landgericht in Vaduz ihn am Dienstag zu neun Jahren Gefängnis.

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der 41-jährige Finanzjongleur 44 Kunden mit seiner Money Service Group (MSG) um große Summen gebracht hat. Unter den Betrogenen sind der ehemalige Formel-1-Weltmeister Niki Lauda und der österreichische Ex-Skifahrer Harti Weirather.

Seinen Opfern erklärte der Beschuldigte, ihr Geld werde in sicheren Fonds und in Solarparks investiert. Insgesamt überwiesen sie ihm 29,5 Millionen Euro und 1,2 Millionen Franken (eine Million Euro). Am Ende konnten nur 160.000 Euro sowie Schmuck, Zigarren und Wein im Wert von 165.000 Euro sichergestellt werden.

Der Mann war auch als Sport-Sponsor aufgetreten, darunter für die Schweizer Fußball-Profiliga und den Formel-1-Rennstall Sauber. Lauda hatte in der Hoffnung auf Sponsoring-Millionen öffentlich eine MSG-Mütze getragen bis der Schwindel aufflog. Gegen das Urteil will der Beschuldigte Berufung einlegen. Gegen ihn läuft noch ein Betrugsverfahren in der Schweiz. Seit Juli sitzt er in St. Gallen in Untersuchungshaft.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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