Partnervermittlung

Elite-Partner weist Abzocke-Vorwurf zurück

Bei Elite-Partner geht es um die Ware Freundschaft. Doch statt eines Partners hat ein Kunde nach seiner Mitgliedschaft nur eines gefunden: Eine hohe Rechnung im Briefkasten. Die Verbraucherzentrale klagt nun dagegen.
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Die Verbraucherzentrale Hamburg klagt gegen die Partnervermittlung Elite-Partner. Quelle: obs

Die Verbraucherzentrale Hamburg klagt gegen die Partnervermittlung Elite-Partner.

(Foto: obs)

HamburgDie Partnervermittlung Elite-Partner wehrt sich gegen den Vorwurf überhöhter Rechnungen. Damit reagiert das Unternehmen auf die Anschuldigung der Hamburger Verbraucherzentrale, es habe Kunden trotz fristgerechten Widerrufs ihrer Verträge Leistungen von mehreren tausend Euro in Rechnung gestellt. Die Verbraucherzentrale, die am Mittwoch Klage vor dem Hamburger Landgericht eingereicht hatte, habe „unzutreffende Vorwürfe“ verbreitet, teilte Elite-Partner am Donnerstag in Hamburg mit. Man habe inzwischen eine Anwaltskanzlei eingeschaltet. Die Partnervermittlung gehört zu Elite-Medianet, die auch das Portal Academic-Partner betreibt.

Der von der Verbraucherzentrale zitierte Kunde habe keine Rechnung über mehrere tausend Euro erhalten, sondern „nur eine Übersicht über die Leistungen, die er in den ersten Tagen seiner Mitgliedschaft in Anspruch genommen hat“. Hierfür müsse der Kunde, der innerhalb weniger Tage 110 Nachrichten an andere Mitglieder des Netzwerks verschickte, Wertersatz über 224,10 Euro leisten, hieß es in der Pressemitteilung der Partnervermittlung.

Dagegen bekräftigten die Verbraucherschützer ihre Haltung, dass die Höhe dieser Forderung absurd sei. „Wenn man schon Wertersatz verlangt, dann nur anteilig nach der genutzten Zeit“, sagte Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale. Das Widerrufsrecht sei zudem nur gewährleistet, wenn für einen Kunden, der sich gegen einen längerfristigen Vertrag mit einer Partnervermittlung entscheidet, im Moment des Widerrufs keine unverhältnismäßig hohen Kosten anfallen. „Wir halten da an unserer Position fest. Sonst würde die Ausübung des Widerrufsrechts für den Verbraucher auch keinen Sinn machen.“

  • dpa
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5 Kommentare zu "Partnervermittlung: Elite-Partner weist Abzocke-Vorwurf zurück"

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  • "Armselig"? Hmm... ): In seriösen Portalen kann man ein Profil erstellen und kostenlos schreiben, bis beide der Meinung sind, ein Telefonat und ein Treffen wären sinnvoll. Man trifft eine Vorauswahl an Interessen und Ansichten. Ich habe da auf Partnersuche vor einigen Jahren durchaus interessante Mädels kennengelernt und war auch mit mehreren zusammen, aber jeweils nur kurzzeitig.
    Sowohl meine erste Ehefrau vor ca. 25 Jahren als auch meine Jetzige fand ich allerdings über Zeitungsanzeigen.
    "Rausgehen, Leute kennenlernen"?
    Die Wahrscheinlichkeit, die "Richtige" zufällig am Zeitungskiosk, beim Einkaufen oder im Biergarten zu finden, ist mir zu gering.


  • Na da hat lehnt sich jemand maechtig aus dem Fenster. Tja wenn man wenig arbeitet, mag dass ja zutreffen mit dem Weggehen, aber wer eben mehr als 8h arbeitet, dem bleibt oft nur das Internet als Dating Medium. Deshalb besser differenzieren statt polemisieren.

  • Wer sich halt nicht am Anfang etwas vorsichtier verhält und auf der jeweiligen Palttform schlau macht, wie der Hase läuft und was wieviel kostet, der ist doch auch naiv. Die Geschichte hört sich ganz nach einem DAU User an.

    Bei Elite-Partner zahlt man zudem entsprechende Preise, es gibt viele andere seriöse Partnerbörsen im Internet, kostengünstiger, weniger statusorientiert.

  • Bei der Zeit, wo so viele so weit vonaneinander enffernt wohnen ist es durchaus nicht ungewöhnlich. Es spricht also nichts dagegen, erstmal jemanden kennen zu lernen über ein Medium, dessen sich viele anvertrauen.

    Manche sogar zu viel anvertrauen - denn Datenschutz scheint nur noch einer Partei was Wert zu sein.

    Doch ist ein Treffen und persönliches Kennenlernen, aber unüblich ist es nicht, sich erst im zweiten Schritt zu kennen und bereits angenähert zu haben. Bedauerlicherweise gibt es viele schwarze Scharfe oder solche, die auch eher sexuell orientiert zu sein scheinen, wie Affair.com. Jedoch warne ich davor, die AGBs und Nutzungsbedingungen nicht gelesen zu haben - es droht eine Rechnung sowie ein Anwalt, dieser dann jedoch mit Sitz in Deutschland.

    Am Besten immer erst die Firma in Kombination mit "Abzocke" und/oder "Betrug", ggf. "Abofalle" im Internet erforschen, bevor man sich irgendwo anmeldet bzw. eine Premiummitgliedschaft eingeht.

    Bedauerlicherweise schützt die Verbraucher kaum noch eine Partei, sodass Anwälte und Firmen spezialisiert sind auf Abzocke.

  • Wie armselig muß es sein, per Internet nach einem Partner zu suchen.

    Am besten mit pseudowissenschaftlichem Vorabtest, so daß auch ganz gewiss alles so richtig schön perfekt wird.

    Und als Krönung auch noch Geld dafür zu bezahlen, offenkundig gar nicht mal so wenig.

    Rausgehen, Leute kennenlernen und ab und zu Computer und Handy in die Ecke legen. Ging bisher, geht auch in Zukunft. Jede Wette.

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