Passagierrecht
Entschädigung für Verspätung auch nach Unfall

Bei einer Verspätung nach einem Unfall auf dem Rollfeld, haftet die Airline. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Betroffene Passagiere können Schadensersatz einfordern.
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LuxemburgFlugreisende haben auch dann Anspruch auf Entschädigung wegen Verspätung, wenn ein Zusammenstoß von Flugzeug und Treppenfahrzeug die Ursache für die Verspätung ist. Solch ein Unfall sei kein „außergewöhnlicher Umstand“, der eine Airline von ihrer Ausgleichspflicht befreien könnte, entschied der Europäische Gerichtshof in einem am Freitag in Luxemburg veröffentlichten Beschluss. (Az. C-394/14)

Die drei Klägerinnen wollten mit der Gesellschaft Condor von Antalya in der Türkei nach Deutschland fliegen. Das Flugzeug kam in Antalya aber mit sechsstündiger Verspätung an, weil die Maschine am Abend zuvor auf dem Stuttgarter Flughafen von einem Treppenfahrzeug gerammt worden war. Condor hatte deshalb einen Flügel ersetzen müssen.

Für den EuGH ist dies aber kein Umstand, der die Luftlinie von Ausgleichszahlungen an Passagiere befreit: Gangways würden „notwendigerweise eingesetzt“. Ein Kollision mit ihnen gehöre deshalb zum Alltag von Airlines und könne nicht gleichgesetzt werden mit Sabotage- oder Terrorakten, die als „außergewöhnliche Umstände“ gelten.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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