Plastikgeld im Ausland
Der endlose Kampf gegen Kartenbetrug

Die Sicherheit von Geldautomaten hat sich verbessert – deshalb suchen Kriminelle neue Angriffspunkte. Der Betrug mit Konto- und Kreditkarten verlagert sich ins Ausland. Und die Betrüger greifen über das Internet an.
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FrankfurtGeldautomaten werden immer unbeliebter – zumindest bei Kartenbetrügern. Lange Zeit haben sie darüber Daten von Debit- und Kreditkarten abgeschöpft und dann mit gefälschten Karten fremde Konten geplündert. Diese Manipulation, das sogenannte Skimming, funktioniert in vielen Ländern nicht mehr. Doch die Betrüger sind extrem anpassungsfähig und haben bereits neue Angriffspunkte gefunden.

„Betrug ist wie ein Ballon: Drückt man ihn an einer Stelle zusammen, beult er sich an anderer Stelle aus“, sagt Martin Warwick. Bei Fico, einem auf Betrugsbekämpfung spezialisierten US-Unternehmen, hat er die Entwicklung der Betrugsverluste in 19 europäischen Ländern untersucht. Die Daten stammen vom Marktforschungsunternehmen Euromonitor International. Insgesamt sind die Verluste im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent auf rund 1,7 Milliarden Euro gestiegen.

In Deutschland wurden 2014 Verluste in Höhe von 132 Millionen Euro verbucht – ein Anstieg von 0,4 Prozent. Damit belegt Deutschland im Ranking Platz drei. Größere Verluste fielen nur in Frankreich (511 Millionen Euro) und Großbritannien (654 Millionen Euro) an. Deutlich verändert hat sich das Vorgehen der Betrüger: Während der Betrug mit gefälschten Karten insgesamt weiter zurückgegangen ist – 15 Prozent der Verluste –, machen Betrugsverluste, bei denen die Karte nicht physisch im Einsatz war, inzwischen 38 Prozent aus.

„Card Not Present – CNP“ nennt Warwick das. Die Kriminellen wandern ins Internet ab und nutzen beispielsweise Phishing-Attacken, um an Konto- oder Kreditkartendaten zu gelangen. Dabei fordern sie Bankkunden per E-Mail zur Eingabe der Konto- oder Kreditkartendaten auf und täuschen dafür häufig Online-Banking-Seiten vor. Um den CNP-Betrug erfolgreich zu bekämpfen, sind vor allem die Verbraucher gefragt, meint Warwick: „Nicht nur Computer und Laptops, sondern auch Smartphones und Tablets sollten gegen Schadsoftware geschützt werden“, rät er. Wichtig seien zudem sichere Passwörter, und die Verbraucher sollten bei der Weitergabe ihrer Daten sehr vorsichtig sein.

Mit einem Plus von rund 25 Prozent hat Russland im vergangenen Jahr den größten Zuwachs bei den Verlusten verzeichnet. Allerdings: Wer die Länderzahlen vergleicht, muss auch den Entwicklungsstand der nationalen Kartenmärkte beachten. „In Russland ist Plastikgeld gerade erst im Kommen, das Volumen der Kartenzahlungen hat sich 2014 um 36 Prozent vergrößert“, erklärt Warwick. Vor diesem Hintergrund sei der Betrugszuwachs nicht überraschend. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern stiegen hier auch die Verluste durch gefälschte Karten deutlich – plus 29 Prozent.

Als Grund dafür nennt der Sicherheitsexperte eine vergleichsweise geringe Verbreitung des sogenannten EMV-Chips: „In Westeuropa sind schon 96 Prozent aller Transaktionen, bei denen die Karte physisch im Einsatz ist, mit EMV-Chip geschützt. In Russland sind es lediglich 50 Prozent.“

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USA hinken bei Chip-Technik hinterher

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Blödsinn, es gibt mehr Geld als Heu: Nur der Bürger, der Volksgenosse ,soll keines haben, deshalb gibt es Essensmarken und andere Vergünstigungen.

  • das Bargeld soll abgeschafft werden damit Steuerbetrug garnicht mehr möglich sein kann. dann muss auch niemand mehr in den knast und der staat hat mehr Geld z.B. für Flüchtlinge.
    Die schweizer banken haben dann nicht mehr so viel Geld.

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