Preiserhöhungen
Der Strom in Deutschland wird teurer

Stromkunden drohen höhere Kosten. Ab April erhöhen mehr als 100 Versorger ihre Preise. Allein durch steigende Netzentgelte soll sich der Haushaltsstrom in den nächsten Jahren um fünf bis sieben Prozent erhöhen.
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DüsseldorfDeutsche Verbraucher müssen sich auf höhere Strompreise einstellen. So schätzt die Bundesnetzagentur, dass sich der Haushaltsstrom in den kommenden Jahren wegen steigender Netzentgelte verteuern wird. Allein durch diese Kosten zur Finanzierung der Infrastruktur könnte der Strompreis um fünf bis sieben Prozent steigen, heißt es in der "Frankfurter Allgemeine Zeitung". Unterstellt wird dabei eine Steigerung der Netzentgelte um 16 bis 24 Prozent.

Netzentgelte machen derzeit etwa ein Viertel des Strompreises aus. Sie zählen zu den drei großen Faktoren, die den Strompreis bestimmen. Großen Einfluss haben daneben auch Steuern und Abgaben sowie Kosten für die Strombeschaffung. Netzentgelte sind die Kosten für den Transport und die Verteilung des Stroms. Gezahlt werden sie von den Verbrauchern beziehungsweise den Stromlieferanten an die Netzbetreiber.

Sie können - zum Beispiel für Großkunden - auch individuell festgelegt werden, müssen aber „angemessen, diskriminierungsfrei und transparent“ sein. Genehmigt werden sie von der Bundesnetzagentur oder den Ländern. Wegen des Trends hin zu erneuerbaren Energien müssen die Netze ausgebaut werden, was auch zu höheren Kosten führt.

Für Investitionen in neue Stromautobahnen sollen laut dem Bericht zwischen knapp 30 und 47,5 Milliarden Euro benötigt werden. Für Industriestrom soll eine Erhöhung der Netzentgelte um bis zu 54 Prozent und eine Strompreissteigerung von bis zu acht Prozent absehbar sein. Stark angestiegen seien zwischenzeitlich die Anträge auf Ermäßigung oder Befreiung von den Netzentgelten. Dies sei insbesondere in den energieintensiven Industriezweigen wie Chemie, Metall oder Glas möglich, aber auch im Lebensmittelhandel, für Hotels, Gaststätten und Rechenzentren.

Die Energiewende werde zwangsläufig „zu einer weiteren Erhöhung der Netzentgelte und damit des Strompreises führen“, heißt es dem Blatt zufolge in einem Bericht für die Sitzung des politischen Beirats der Bundesnetzagentur am Montag.

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  • wird Zeit die Beleuchtung auf LED unzustellen, diese technik ist mitlerweile ein 1:1 Ersatz für herkömmliche Leuchtmittel.
    Ich habe schon 2009 bei www.eos-led.com LED Technik gekauft und ich muss sagen ich meine Stromrechnung hat mich nicht geschockt, ganz im gegensatz zu meinem Nachbran.

  • Ich habe deshalb auch einen Stromanbieterwechsel auf www.stromvergleich-kostenlos.org durchgeführt. Zwar spare ich lediglich 150 Euro durch einen Wechsel, dafür ist der Anbieter aber 1 Jahr an seinen Preis gebunden. Immerhin - besser als nichts.

  • Mal zum Thema: Die Bundesnetzagentur rät Energieverträge jährlich zu prüfen/vergleichen und zu wechseln.
    Ziemlich stressig, Abhilfe schaffen wechselfuchs, hauspilot, wechselbutler

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