Programmierfehler
Rekordstrafe gegen chinesischen Händler verhängt

Ein Programmierfehler wird für einen chinesischen Wertpapierhändler teuer. Der Händler hatte laut eines Berichts illegale Gewinne in Millionenhöhe gemacht. Nun muss er eine Rekordstrafe in Millionenhöhe zahlen.
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ShanghaiEin chinesischer Wertpapierhändler muss eine Rekordstrafe zahlen, nachdem ein Programmierfehler in seinem Handelssystem an den Börsen Turbulenzen verursacht hatte. Die chinesische Finanzaufsichtsbehörde CSRC verhängte am Freitag eine Strafe von umgerechnet 64 Millionen Euro gegen Everbright Securities, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete. Gegen vier Mitarbeiter des Finanzdienstleisters, darunter den früheren Präsidenten Xu Haoming, wurde zudem ein lebenslanges Arbeitsverbot im Finanzsektor verhängt.

Am 16. August hatte ein „Designdeffekt“ im computergestützten Handelssystem von Everbright dazu geführt, dass der Börsenindex am Handelsplatz Shanghai um mehr als fünf Prozent nach oben schoss. Laut der Finanzaufsicht beging Everbright eine Reihe von Verstößen gegen Gesetze und Regeln. Der Programmierfehler sorgte dafür, dass Everbright Wertpapierkäufe im Wert von insgesamt 23,4 Milliarden Yuan (2,3 Milliarden Euro) in Auftrag gab, jedoch wurde nur ein Teil der Käufe auch ausgeführt.

Laut dem Xinhua-Bericht machte der Wertpapierhändler „illegale Gewinne“ von 87,21 Millionen Yuan, bevor der Fehler aufgedeckt wurde. Everbright hatte selbst erklärt, durch den Fehler umgerechnet 23,5 Millionen Euro verloren zu haben. Die Firma muss den Wertpapierhandel über ihr eigenes Handelssystem nun für drei Monate aussetzen und das System überarbeiten. Everbright Securities gehört zur staatlichen Everbright Group und ist der siebtgrößte Wertpapierhändler Chinas.

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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