Rauchender Mieter gekündigt
Rechtsstreit geht in zweite Instanz

Die fristlose Kündigung eines rauchenden Mieters machte bundesweit Schlagzeilen. Der Mieter verlor vor Gericht das Verfahren. Der Anwalt des Düsseldorfer Rentners Friedhelm Adolf kündigt nun die Berufung an.
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DüsseldorfDer Düsseldorfer Rechtsstreit um die fristlose Kündigung eines rauchenden Mieters geht in die nächste Instanz: Nachdem der 75-jährige Friedhelm Adolfs das Zivilverfahren um die Kündigung seiner Wohnung vor dem Amtsgericht verloren hatte, wird in den nächsten Tagen die Berufung gegen dieses Urteil beim Düsseldorfer Landgericht eingehen, wie der Anwalt des Rentners am Dienstag auf seiner Internetseite mitteilte.

Der Fall des gekündigten Mieters hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht. Die Vermieterin hatte dem langjährigen Mieter gekündigt, weil sein Zigarettenrauch ins Treppenhaus ziehe und dadurch andere Mieter unzumutbar belästigt würden. Dafür sei Adolfs verantwortlich, denn er habe zuletzt sein Lüftungsverhalten geändert und seine Holzrolläden nicht mehr geöffnet. Das Amtsgericht Düsseldorf gab der Räumungsklage der Vermieterin in erster Instanz statt: Belästigung durch Zigarettenrauch sei ein Kündigungsgrund, urteilte das Gericht am vergangenen Mittwoch in seiner Einzelfallentscheidung.

Adolfs Anwalt Martin Lauppe-Assmann kritisierte das Räumungsurteil scharf. Der Richterspruch des Amtsgerichts "missachtet die Interessen eines alten Witwers an seiner bescheidenen Behausung aus Gründen, die in keinem Verhältnis dazu stehen", erklärte der Jurist. Es gehe im vorliegenden Fall nicht um die Freiheit eines Rauchers. In dem Verfahren gehe es vielmehr um das Recht eines 75-Jährigen, der pünktlich seine Miete zahle, "seine äußerst bescheidene Wohnung zu behalten."

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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