Rechtsschutzversicherung
Freie Anwaltswahl

Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass sich eine Rechtsschutzversicherung auch in Fällen von Sammelklagen und Musterprozessen nicht das Recht vorbehalten kann, selbst den Rechtsvertreter aller betroffenen Versicherungsnehmer auszuwählen.

Dem Urteil lag Rechtsstreit zwischen einem österreichischen Staatsangehörigen und der Uniqa Sachversicherung AG zu Grunde. Der Versicherungsnehmer hatte nach der Insolvenz eines Wertpapierdienstleisters, einen Rechtsanwalt mit seiner Vertretung im Konkursverfahren beauftragt. Unter Berufung auf die vereinbarten Allgemeinen Bedingungen für Rechtsschutzversicherer lehnte die Uniqa eine Kostenübernahme ab. Der EuGH hielt das unter Berufung auf die Richtlinie 87/344/EWG für unzulässig. (Az.: C-199/08).

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