Reiserecht Ausgleichszahlung auch für verspäteten Anschlussflug

Der Bundesgerichtshof setzt erneut ein EuGH-Urteil zum Reiserecht um: Flugreisende haben auch dann ein Recht auf Ausgleichszahlungen, wenn die Anschlussflüge verspätet sind. Die Verspätung am Endziel sei die maßgebliche.
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Die Kläger hatten bei der spanischen Airline Iberia Flüge von Miami im US-Bundesstaat Florida über Madrid nach Düsseldorf gebucht. Quelle: AP/dpa

Die Kläger hatten bei der spanischen Airline Iberia Flüge von Miami im US-Bundesstaat Florida über Madrid nach Düsseldorf gebucht.

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KarlsruheDer Bundesgerichtshof (BGH) hat erneut die Rechte von Flugreisenden auf Ausgleichszahlungen bestätigt. Auch bei verspäteten Anschlussflügen haben Reisende Anspruch auf eine Ausgleichszahlung von bis zu 600 Euro, bekräftigte der BGH in einem am Dienstag in Karlsruhe verkündeten Urteil. Demnach ist die Verspätung am Endziel maßgeblich und nicht die Verspätung zum Zeitpunkt des Abflugs. (X ZR 123/10)

Der BGH setzte damit erneut eine entsprechende Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) vom Februar in deutsches Recht um.

Die Kläger hatten bei der spanischen Airline Iberia Flüge von Miami im US-Bundesstaat Florida über Madrid nach Düsseldorf gebucht. Der Abflug von Miami nach Madrid verzögerte sich jedoch um 80 Minuten. Die Anschlussmaschine in Madrid erreichten sie deshalb nicht rechtzeitig und kamen mit einem anderen Flug siebeneinhalb Stunden später als vorgesehen in Düsseldorf an.

  • afp
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