Reiserecht
Keine Erstattung wegen hoher Wellen

Die Klagen mancher Reisende erscheinen schon skurril. Ein Familienvater verklagte etwa den Reiseveranstalter auf Regress, weil er am Urlaubsort nicht schwimmen konnte. Der Grund: Hohe Wellen machten das Bad gefährlich.

ap HANNOVER. Im Urlaub sind zu hohen Wellen einer Gerichtsentscheidung zufolge kein Grund für eine Erstattung der Reisekosten. Zu diesem Urteil kam das Landgericht Hannover, nachdem ein Familienvater gegen einen Reiseveranstalter geklagt hatte. Der Kläger hatte 27 000 Euro für einen zweiwöchigen Seychellen-Urlaub bezahlt und konnte am Urlaubsort wegen zu hoher Wellen weder baden noch schnorcheln. Daraufhin hatte er 25 Prozent des Reisepreises zurückverlangt.

Das Gericht schmetterte die Klage ab. "Kein verständiger Reisender kann erwarten, dass ein Reiseveranstalter durch eine allgemeine Klimabeschreibung im Reiseprospekt generell Unwägbarkeiten der Natur und deren Folgen ausschließen wolle", heißt es in dem Urteil. Ein natürliches Risiko von Meer und Wetter müsse von Reisenden hingenommen werden.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%