Resturlaub
Wer spart, ist klar im Nachteil

Geiz ist geil? Nicht beim Resturlaub. Wer sich bisher kaum einen freien Tag gönnte, hat jetzt ein Problem. Denn der Resturlaub verfällt – in genau 37 Tagen. So retten Arbeitnehmer ihre freien Tage ins neue Jahr.
  • 0

MünchenVorfreude ist nicht nur die schönste Freude. Sie ist oft auch die einzige. Zumindest wenn es um den eigenen Urlaub geht. Den nämlich werden auch in diesem Jahr wieder etliche Arbeitnehmer ungenutzt verfallen lassen. Einfach, weil sie sich zu spät darum gekümmert haben.

Nach den Vorgaben des Gesetzes müssen Angestellte ihren gesamten Urlaub innerhalb des laufenden Kalenderjahres verbrauchen. In der Vergangenheit wurde diese Regel oft recht lax gehandhabt. Doch die Zeiten ändern sich. „War es früher fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass Arbeitnehmer ihren Resturlaub bis Ende März des Folgejahres – oder sogar länger – behalten konnten, steigt inzwischen die Zahl der Unternehmen, die größten Wert auf ein professionelles Urlaubsmanagement legen“, sagt Philipp Byers, Fachanwalt für Arbeitsrecht bei Meisterrechtsanwälte in München.

Nicht nur das Gesetz wird deutlich konsequenter angewandt. Auch die meisten Arbeitsverträge sehen mittlerweile ein striktes Verfallsdatum für die Urlaubsansprüche von Mitarbeitern vor. Die Folge: Wer zu spät damit beginnt, seine freien Tage abzufeiern, riskiert im schlimmsten Fall, unverbrauchte Urlaubszeit ersatzlos einzubüßen. Prost, Neujahr!

Dennoch müssen nicht alle Angestellten mit einem Totalverlust ihrer Ansprüche rechnen, nur weil sie an Silvester noch den einen oder anderen freien Tag auf der Uhr haben. Das Gesetz lässt zumindest vereinzelt noch Ausnahmen zu und erlaubt die Übertragung auf das Folgejahr.

Wie Arbeitnehmer ihre Ansprüche sichern – und wann der Chef am längeren Hebel sitzt.

Kommentare zu " Resturlaub: Wer spart, ist klar im Nachteil"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%