Scheidungsrecht: Was bei Trennungen zu beachten ist

Scheidungsrecht
Was bei Trennungen zu beachten ist

Die Trennung von Bettina Wulff und Ex-Bundespräsident Christian Wulff hat für viel Aufsehen gesorgt. Bei Scheidungen sind viele rechtliche und steuerliche Fragen zu beachten. Wir geben einen Überblick.
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DüsseldorfVon negativen Schlagzeilen scheinen die Noch-Eheleute Wulff erst einmal genug zu haben. Für einen Rosenkrieg gibt es bislang keine Anzeichen. Doch Potenzial dazu gibt es während einer Scheidung durchaus: Wer bekommt das Haus, wie viel Unterhalt muss gezahlt werden, wie wird das sonstige Vermögen aufgeteilt?

Bei den Modalitäten der Trennung hat das ehemalige Präsidentenpaar ähnliche Probleme wie andere Paare in der Scheidungsphase auch. Handelsblatt Online nimmt daher die Scheidung des ehemaligen ersten Repräsentanten des Landes zum Anlass, um einmal zu zeigen, was auf Paare bei einer Scheidung zukommt.

Bislang wirkt alles friedlich: Bettina und Christian Wulff haben eine Trennungsvereinbarung unterzeichnet, verkündete ihr Anwalt. Das ist der Anfang jeder einvernehmlichen Scheidung, der ein Trennungsjahr vorausgeht. In dieser Zeit will der Gesetzgeber den Scheidungswilligen noch einmal Gelegenheit geben, sich die Sache zu überlegen. Wer es ernst meint, darf auch nicht mehr zusammen wohnen.

Diese sogenannte Trennung von Tisch und Bett haben die Wulffs wohl schon arrangiert: Angeblich will Bettina in ihrem Haus in Großburgwedel wohnen bleiben, weil ihr Sohn dort in den Kindergarten geht. Ihr Noch-Ehemann habe eine Wohnung in Hannover gemietet, heißt es.

Dass Christian Wulff das Haus verlassen hat, ist jedoch kein Zeichen von Großzügigkeit. „In der Trennungsphase hat immer auch das Wohl des Kindes eine hohe Priorität“, sagt Eva Becker, Fachanwältin für Familienrecht. „Und für das Kind es ist am besten, wenn es in der gewohnten Umgebung bleiben kann, deshalb hat Bettina Wulff als betreuender Elternteil ein Anrecht, erst einmal im gemeinsamen Haus zu bleiben.“ Dieses Recht hätte sie im Notfall sogar einklagen können.

Aus steuerrechtlicher Sicht haben die Wulffs den Termin ihrer Trennung jetzt am Jahresanfang sehr günstig gewählt. Denn im gesamten Jahr ihrer Trennung können sie noch vom Ehegattensplitting profitieren. „Das ist besonders günstig, wenn wie bei den Wulffs, ein Partner deutlich mehr verdient als der andere“, sagt Steuerberater Markus Deutsch vom Deutschen Steuerberaterverband (DStV).

Und Sparen ist angesagt, denn in Bezug auf den Unterhalt hat Wulff wohl wenig Spielraum. Da Bettina den gemeinsamen vierjährigen Sohn betreut, kann er nicht verlangen, dass sie nebenbei ihren kompletten Lebensunterhalt selbst verdient. „Je älter das Kind ist, desto eher wird dem betreuenden Elternteil jedoch zugemutet, auch berufstätig zu sein“, sagt Anwältin Becker. Der Gesetzgeber betont in diesem Punkt seit 2008 die Eigenverantwortung des unterhaltsberechtigten Ex-Partners stärker als in der Vergangenheit. Eine hundertprozentige Schonfrist gilt nur bis zum dritten Lebensjahr des Kindes.

Kommentare zu "Was bei Trennungen zu beachten ist"

Alle Kommentare
  • Gehen Sie mal davon aus, das Frau Wulff wieder in bessere Kreise einheiratet, dann müßte doch Herr Wulff nur noch für seinen Nachwuchs aufkommen!

  • Ich nenne das "Unterhaltsprostitution", rückwirkend wird hier sozusagen ratenweise für´s "Eheglück" bezahlt - ganz egal ob die "Liebste" mit der halben Nachbarschaft im Bett war. Habe ich alles durch und die deutschen Gerichte zur Genüge kennengelernt.
    Emanzipation kommt da nicht vor - Exfrauen sind alles arme Muttchen und hilflos an Heim und Herd gekettet worden. Eigenverantwortung? Das Wort haben die Mädels noch nie gehört - bringt ja schliesslich richtig Kohle.

    WI-DER-LICH!!!

  • Beim Immobilienverkauf innerhalb von 10 Jahren fallen Steuern auf Zugewinne nur bei vermieteten Immobilien an. Bei selbtgenutzten Immobilien gibt es diese Frist nicht da selbstgenutzte Immobilien als Spekulationsobjekt grundsätzlich nicht in Frage kommen (da müsste der Eigentümer ja auch dauernd umziehen und außerdem noch die horrenden Kaufpreisnebenkosten wieder reinbekommen).

  • Absolut richtig, es wird der Steuerzahler begleichen.

    Frau Wulf ist – finanziell gesehen – sicher fein raus. Ehevertrag hin oder her.

    Ein Ja-Wort, „kurze“ Ehe mit Kindern, lebenslange Versorgung…..

    Es gibt doch mehrere Fragen:

    Sorgerecht und Kindesunterhalt,
    Vermögensausgleich
    Unterhalt und
    Versorgungsausgleich (Aufteilung der Rentenansprüche).

    Die Frage ist zB, wie der Ehrensold zu bewerten ist. Hier sind die Juristen am Zuge (ich bin keiner….).

    Ist dieser Sold eine „Rente“, erhält Frau Wulf quasi ganz allein 50 % der Ansprüche übertragen (durch den Versorgungsausgleich): Herr Wulf wurde während der Ehezeit Präsident und mit dieser Wahl stand ihm der Ehrensold zu. Der Ehrensold ist quasi in der Ehezeit „verdient“. Den Versorgungsausgleich im Ehevertrag auszuschließen oder (stark) einzuschränken ist nur in engen Grenzen möglich.

    Ist der Ehrensold als „reguläres Einkommen“ einzustufen, sind die Ansprüche wie aufgezeigt.


  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht. Kein Bezug zum Thema des Artikels +++

  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht. Kein Bezug zum Thema des Artikels +++

  • +++ Beitrag von der Redaktion gelöscht. Kein Bezug zum Thema des Artikels +++

  • Wulff könnte das Kind auch zu sich nehmen dann geht sie leer aus. Für den Steuerzahler ist das sinnvoll. Denn niemand (Szenariao) käme auf die Idee US-Präsidnet Obama aus seinem Amtssitz zu werfen damit sich seine zukünfige Ex dort breitmachen könnte. Und Wullff müßte möglicherweise als angemessene Ersatzwohnung Villa Hammersmith bereitstellen ALS GELDWERTEN WOHNVORTEIL. Christian Wulff bleibt uns hoffentlich noch lange erhalten. Und daher steht ihm beispielsweise auch Polizeischutz zu, anders als irgendeienr Faru mit der err mal in der Vergangenheit zufällig geschaggserlt hat. Solcher Logik folgend hätet auch irgendeine dahergelaufene mit der er in seienr Schul-/Studienzeit was gehabt hätte Anspruch auf Schutz. Weil vielleicht irgendein Journalist mal sein Umfeld recherchiert und sie so kurzzeitig in die Medien kommt. Bezahlt vom Steurzahler. Denn den haben in NRW Millionen von Menschen mehr oder minder direkt gewählt.

    SINNVOLL für uns alle: Der WULFF bekommt die Kinder ansatt die Kidner werde als GEISSELN benutzt um Unterhalt für unerwünschte Erziehungsleistungen aus dem Saatsäckel zu bekommen.


    BEZAHLT KEIEN UNTERAHLT DAMIT EMANZEN IN DER ERZIEHUNG DIE KINDER GEGEN MÄNNER AUFHETZEN! ERZIEHT DIE KINDER SELBST.

    Alleiniges Sorgerecht für Väter.

  • Schreibt die Bundesluftwaffe der Frau Wulff dann auch eine Rechnung für de Mitnutzung der "Air Wulff"? Oder der Fuhrpark eine "Taxiquittung"? Ich meine: die Fußballvereine müssen ja für die Stadionpolizei auch selbst zahlen.

    http://central.banktunnel.eu/imbitchme.nt/20120106-wulfs-r-schanze-tm.jpg

  • Der STEURZAHLER zahlte es. Spitzenverdiener Wullf hatte ja ein Haus voller Personal welches mit Sicherheit auch für Kinderbespaßung gesorgt hat und das bisschen Staats-haushalt als solchen geschmissen hat. Was verbleibt also als Aufgabe für Frau Wulff, die mit Trennungs-Unterhalt abzugelten wäre, übrig?

    Haushälterin (Kochen und putzen?)
    Erzieherin (Kinderbetreuung)?

    Schon aml nicht. Sie sehen: das einzige wofür Ehefrauen wirklich bezahlt werden ist das schnaggserln (EHE wie in "wilde Ehe" (R) TM und nicht wie in EhRenfrau als Pendant zum "Ehrenmann", also "the honorable")! Und dafür bekommt Sie ca. 4.000 Euro vom Steuerzahler welche eigentlich dem Christien Wulff fürs Steuern bezahlen zugedacht waren, falls der kein Ehegattensplittung gemacht hätte.

    http://central.banktunnel.eu/imbitchme.nt/

    4.000 Euro für ein Monatsabo "schnaggserln"!

    Sie wissen die Beamten bezahlen ihre Gehälter selber, weil sie Steuern bezahlen genau wie die anderen Transfereinkommen auch. Also H(artz)IV- und Sozialhilfeempfänger bezahlen Steuern und Abgaben aus denen sich die sozialen Sicherungsyysteme dann wieder, nämlich per Haushaltszuschuß aus dem Steuersäckel, finanzieren falls die Umlage Altersvorsorge nicht als kapitalgedeckten Lesbenversicherungen im Ausland, in Körperschaft eines globalen Institutionellen Investors, im Volksmunde oft als "der HEDGE FOND" beschimpft, angelegt wurde und dort aus Staatzuschüßen zum Stützen von Inevstmentanken finanziert wird. Aber irgendwo müssen die Gelder für Rentnerkreuzfahrtschiffe in der Karibik ja generiert werden.

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