Schwarzarbeit

Fristlose Kündigung rechtens

Aus einem gestern bekannt gewordenen Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts Frankfurt geht hervor, dass Arbeitnehmer, die während einer Krankschreibung nebenher schwarz arbeiten, den sofortigen Verlust ihres regulären Arbeitsplatzes riskieren.
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Wer krankgeschrieben ist und nebenher schwarz arbeitet, riskiert die firstlose Kündigung. Quelle: dpa

Wer krankgeschrieben ist und nebenher schwarz arbeitet, riskiert die firstlose Kündigung.

(Foto: dpa)

HB, FRANKFURT. Lässt sich ein Arbeitnehmer während einer Krankschreibung bei der Schwarzarbeit ertappen, riskiert er den sofortigen Verlust seines Arbeitsplatzes. Das geht aus einem gestern bekannt gewordenen Urteil des hessischen Landesarbeitsgerichts (LAG) in Frankfurt hervor. Die Richter wiesen damit die Klage eines Schweißers gegen ein Metallbauunternehmen zurück. Während der Arbeitnehmer bei der Firma krankgeschrieben war, hatte er einem Interessenten angeboten, körperlich schwere Arbeiten beim Innenausbau eines Hauses zu übernehmen. Laut Urteil verletzte der Arbeitnehmer mit seinem Verhalten sowohl seine Leistungspflicht als auch das Vertrauensverhältnis des Arbeitgebers. Daher sei auch nach 20 Jahren Betriebszugehörigkeit eine fristlose Kündigung geboten (AZ 6 Sa 1593/08).

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