Soziales Einkaufen
Shoppen für den guten Zweck

Wer im Internet einkauft, kann damit ganz einfach etwas Gutes tun – ohne zusätzliche Kosten und meist sogar ohne seine persönlichen Daten zu verschenken. So genannte Social Shopping Portale machen es möglich.
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DüsseldorfPrall gefüllte Einkaufstaschen wohin man schaut, überall Glühwein, Lebkuchen und gebrannte Mandeln satt. Weihnachtszeit ist Konsumzeit und das trotz Schuldenkrise. Hochsaison haben jetzt auch Spendenorganisationen. Und wer im Konsumrausch ein schlechtes Gewissen bekommt, kann dieses nun schon während des Online-Einkaufs beruhigen.

Statt direkt den Internetshop ihrer Wahl zu besuchen, müssen Kunden dafür zunächst ein so genanntes „Social Shopping Portal“ anwählen. Im Netz finden sich bereits einige solche Portale, manche werden ehrenamtlich betrieben, andere sind gewinnorientiert. Eines dieser Portale heißt Heroshopping und ist seit sechs Monaten online. „Wir nutzen das Prinzip der Werbebanner“, sagt Rainer Maiores, einer der Gründer des Portals. Auf der Seite finden Nutzer Werbebanner von 130 bekannten Internet-Händlern. Wer auf ein Banner klickt, wird zu dem jeweiligen Shop weitergeleitet. Kauft er dort tatsächlich etwas ein, bekommt das Portal eine Provision für die Vermittlung. Meist sind das fünf Prozent des Kaufpreises, manchmal aber auch deutlich mehr.

„Nach Abzug der Mehrwertsteuer geben wir diese Provision zu 100 Prozent weiter“, sagt Maiores. Einen Anteil von 75 Prozent bekommt die Hilfsorganisation skate-aid, die restlichen 25 Prozent gehen an die Welthungerhilfe. Möglich ist dies, da die Mitarbeiter von Heroshopping ehrenamtlich tätig sind und die Seite nicht hauptberuflich betreiben. Die Technik-Kosten übernimmt zudem ein Sponsor.

Dem Nutzer der Website entstehen durch die Vermittlung keine zusätzlichen Kosten. „Er kann wie gewohnt in dem Online-Shop einkaufen und muss nicht mehr zahlen, als hätte er die Seite direkt angewählt hätte“, sagt Maiores. Auch eine Anmeldung ist bei Heroshopping nicht nötig. Der Nutzer bleibt also anonym, denn auch nach seinem Kauf werden keine persönlichen Daten an das Portal weitergeleitet. „Wir erfahren nur, bei welchem Händler gekauft wurde und zu welchem Preis, aber nicht, wer welches Produkt gekauft hat“, sagt Maiores.

Kommentare zu " Soziales Einkaufen: Shoppen für den guten Zweck"

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  • Trotz Schuldenkrise? Wer hat denn die Schulden? Nicht die Bürger...

  • Mein Verein hat über Bildungsspender durchaus interessante Beträge erhalten. Zwar nicht ansatzweise die Summen direkter Spenden, aber wir haben auch nicht wirklich dafür geworben.

    Wichtig dürfte sein, dass das Portal gemeinnützig ist und damit einer Kontrolle unterliegt - denn ich habe tatsächlich auch andere Portale, insbesondere Suchmaschinen, erlebt, die ich bestenfalls als halbseiden bezeichnen würde. Empfehlenswert an Bildungsspender finde ich die Transparenz.

  • Mein Verein hat über Bildungsspender durchaus interessante Beträge erhalten. Zwar nicht ansatzweise die Summen direkter Spenden, aber wir haben auch nicht wirklich dafür geworben.

    Wichtig dürfte sein, dass das Portal gemeinnützig ist und damit einer Kontrolle unterliegt - denn ich habe tatsächlich auch andere Portale, insbesondere Suchmaschinen, erlebt, die ich bestenfalls als halbseiden bezeichnen würde. Empfehlenswert an Bildungsspender finde ich die Transparenz.

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