Steuern
Pauken, genießen – Steuern sparen

Veranstalter von Sprachreisen bieten nicht nur Wissen. Teilnehmer können in besten Hotels und attraktiven Regionen einiges erleben. Das Beste: Der Fiskus fördert diesen Bildungsurlaub - wie auch andere Weiterbildungsangebote mit Spaßfaktor. Was Lernwillige bei der Steuererklärung beachten sollten.

DÜSSELDORF. So schön kann lernen sein. Der Sprachreiseveranstalter OISE lädt seine Englisch-Schüler in ein repräsentatives Anwesen aus dem 16. Jahrhundert, gelegen in einer der schönsten Regionen von Wales. Das Trebishun House verfügt nicht nur über Stallungen, ein Croquetfeld und den eigenen Obstgarten. In der freien Zeit sorgen der hauseigene Tennisplatz, exquisite Golfplätze in der Nachbarschaft oder romantische Angelplätze für sportive Entspannung. Maximal 12 Teilnehmer sind pro Kurs zugelassen, Einzelkurse möglich.

Auch andere Veranstalter bieten ihren Studenten mehr als Mehrbettzimmer und Mensa-Essen. Veranstalter Dialog schickt die Teilnehmer des Französisch-Kurses in ein Grandhotel aus der Belle Epoque nach Nizza. An der Côte d'Azur stehen neben auch Kurse in provenzalischer Gastronomie und Parfumherstellung im Stundenplan. Nach Sizilien geht es mit Studiosus. Neben der Sprache lernen die Teilnehmer die örtlichen Tauchreviere, sizilianische Küche oder regionale Weine kennen. Das Hotel in Taormina bietet einen Blick auf die Bucht von Naxos, der Strand ist in zehn Minuten per Bus erreichbar.

Angesichts solcher Angebote fragen sich viele Angestellte mit prall gefüllten Resturlaubkonten, warum sie nicht einmal einen Sprachkurs buchen sollten. Vor allem, wenn der Fiskus einen guten Teil der Rechnung erstattet. "Rechtsprechung und Finanzverwaltung haben in den letzten Jahren die Regeln zur steuerlichen Geltendmachung von Sprachreisen etwas gelockert", sagt Peter Holzaepfel, Miteigentümer der Kölner Kanzlei Dr. Holzaepfel Schelp & Partner. "Die Instanzen haben den Veränderungen in der Arbeitswelt Rechnung getragen".

Bildungsurlaub mit Steuervorteil

Grundsätzlich können Teilnehmer von Weiterbildungskursen ihre Aufwendungen als Betriebsausgaben oder Werbungskosten steuerlich geltend machen. Vor allem die Gebühr für den eigentlichen Kurs, Fahrt- und Unterkunftskosten sowie Mehrkosten für die Verpflegung lassen sich absetzen. Im Einzelfall können Lernwillige auch Sonderausgaben in Form von Ausbildungskosten absetzen, etwa während der Ausbildungszeit und für Weiterbildungen in einem neuen Beruf.

Bei der Meldung an das Finanzamt ist Fingerspitzengefühl gefragt. Jeder Antrag durchläuft eine Einzelfallprüfung. "Der Teilnehmer muss einen konkreten und engen Zusammenhang mit der Berufstätigkeit nachweisen", sagt Steuerberater Holzaepfel. Der Kurs muss förderlich für die berufliche Tätigkeit sein.

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