Streit um ad-hoc-Mitteilung: Auch Dekabank will Volkswagen verklagen

Streit um ad-hoc-Mitteilung
Auch Dekabank will Volkswagen verklagen

Nach der Allianz geht nun auch die Dekabank gegen VW vor. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, soll sich das Wertpapierhaus der Sparkassen an der selben Sammelklage wie die Allianz-Tochter AGI beteiligen.

FrankfurtNach der Allianz zieht nun auch die Dekabank gegen Volkswagen wegen der Abgasaffäre vor Gericht. Finanzkreisen zufolge beteiligt sich das Wertpapierhaus der Sparkassen an der selben Sammelklage wie die Allianz-Tochter AGI. Der Schritt sei sorgsam geprüft worden, sagte eine mit den Plänen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch. Eine Deka-Sprecherin wollte sich zu Details nicht äußern und erklärte lediglich: „Wir werden die Anlegerinteressen gegenüber VW aktiv vertreten.“

Die Deka ist nach Reuters-Daten elftgrößter VW-Aktionär und hält einen Anteil von 0,6 Prozent. Am Dienstag war bereits aus Finanzkreisen verlautet, dass Allianz Global Investors (AGI), ein Vermögensverwalter des Allianz-Konzerns, eine Klageeinreichung in den nächsten Tagen plant.

Damit bringen sich immer mehr Profi-Investoren in Deutschland gegen den Autobauer in Stellung. Die Investmenthäuser argumentieren, sie seien verpflichtet, die Interessen ihrer Anleger zu schützen. VW werfen sie vor, über die weit verbreiteten Manipulationen bei Dieselfahrzeugen zu spät informiert zu haben. Der Dax-Konzern habe seine Pflicht zur Veröffentlichung potenziell aktienkursbewegender Erkenntnisse verletzt.

Beim Landgericht Braunschweig liegen bereits mehrere Klagen von Privatanlegern, die wegen des drastischen Kursverfalls der VW-Aktie Schadensersatz fordern. In den USA, wo der Abgas-Skandal durch die Umweltbehörde EPA öffentlich gemacht wurde, sind bereits mehr als 500 Sammelklagen eingegangen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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