Wenn Kinder etwas anstellen, sollten sich Eltern nicht auf ihren Versicherer verlassen. Im Ernstfall droht Ärger mit Nachbarn und Freunden. Wann Eltern in Regress genommen werden.

Kommentare

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  • Seit wann schreibt das Handelsblatt im Stil der Bildzeitung? Die wichtigsten Regeln und Bestimmungen zur Haftung werden gar nicht erwähnt bzw. falsch dargestellt.
    Eltern haften nie für ihre Kinder ( sonst müssten sie ja auch für diese ins Gefängnis gehen ).
    Die Beklagten sind nicht die Versicherungsgesellschaften, sondern das Kind, bzw. die Eltern ( die gesetzliche Regelung zu nicht deliktfähigen Kindern ist überaus sinnvoll, da nicht jeder eine Haftpflichtversicherung hat )
    Auch wenn die Klausel vereinbart ist, hat der Geschädigte keinen Rechtsanspruch; die Eltern können bestimmen, ob die Versicherung zahlen soll oder nicht.
    Davon abgesehen vermittelt der Ratschlag der sog. Experten ( Verbraucherschützer, Bund der Versicherten, usw. )den Eindruck, als ob der Einschluss dieser Kinderklausel eine
    100%ige Absicherung wäre. Tatsächlich gilt bei allen Versicherungsgesellschaften eine Höchstentschädigungsgrenze
    zwischen € 3000.- und € 5000.-.
    Fazit: eine sehr oberflächliche Abhandlung des Themas


  • "Eltern haften nie für ihre Kinder ( sonst müssten sie ja auch für diese ins Gefängnis gehen )." Privat- und Strafrecht etwas durcheinander gesemmelt? §832 BGB mal bitte ganz dringend lesen.

  • Entgegen der Überschrift ergibt sich aus dem Artikel, dass gerade keine Lücke im Versicherungsschutz besteht und Eltern deswegen auch nicht befürchten müssen, auf dem Schaden sitzen zu bleiben. Immer wenn sie haften (Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit einmal ausgenommen), besteht grundsätzlich auch Versicherungsschutz. Wenn Versicherungen weitere Risiken übernehmen, mag das zwar dem nachbarschaftlichen Verhältnis dienen, wird langfristig aber regelmäßig mit höheren Prämien erkauft.

    Matthias Berger
    Rechtsanwalt
    Fachanwalt für Versicherungsrecht

  • Herr Berger, danke für den Kommentar. Grobe Fahrlässigkeit deckt die PHV. Zumindest ist mir kein VR bekannt, der das nicht deckt.

  • Wer lesen kann ist klar im Vorteil: nicht die Eltern bleiben im Zweifel auf dem Schaden sitzten - sondern die Geschädigten. Das ist ja wohl ein kleiner Unterschied.

  • Lieber Michel, wer einfach daher redet, der sollte sich juristisch auch auskennen. "Der Haftpflichtschutz versagt bei Kleinkindern." Eben nicht. Deckung bietet die PHV, nur die Haftung wird versagt. Die Abwehr unberechtigter Ansprüche ist auch eine Leistung der PHV. Damit versagt der Versicherungsschutz eben NICHT! Der Versicherer macht das, was er soll: Prüfen des Anspruchs und Abwehr dieser Ansprüche für den Versicherungsnehmer (passive Rechtsschutzfunktion).

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