Streitfall des Tages
Wann Winterurlauber Geld zurückfordern können

Dieses Jahr lässt die weiße Pracht selbst in vermeintlich schneesicheren Regionen auf sich warten. Wenn der Schnee ausbleibt, kann man Veranstalter in Regress nehmen. Wann Urlauber Geld zurückbekommen - und wann nicht.
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Der Fall


Heiko W. und seine Frau sind begeisterte Wintersportler. Jedes Jahr fahren Sie an den Weihnachts- und den Osterfeiertagen für jeweils zwei Wochen in möglichst schneesichere Gebiete, um dort die Pisten gekonnt herunterzujagen.

Im vergangenen Jahr war das angesichts einer fast geschlossenen Schneedecke in ganz Mitteleuropa bereits ab Mitte Dezember kein Problem – selbst die Mittelgebirge konnten mit wunderbaren Loipen aufwarten. Dieses Jahr könnte das schwieriger werden, denn selbst eigentlich schneesichere Gebiete vermelden noch nicht: „Ski und Rodel gut“.

Heiko W und seine Frau wollen zwar früh buchen, denken aber an eine Stornierung, wenn das Wetter kein Skifahren erlauben würde. Ist fehlender Schnee ein Reisemangel für einen Wintersporturlaub – und damit ein Stornierungsgrund für die Ws.?

Die Relevanz


Die Tourismusindustrie ist eine gesamtwirtschaftlich wichtige Größe in Deutschland: allein im Jahr 2010 belief sich der Produktionswert der Branche nach Angaben des Verbandes der Tourismusindustrie auf mehr als 185 Milliarden Euro.

Für Winterurlaub allein gaben die Deutschen in den Jahren 2009 und 2010 nach Angaben der Gesellschaft für Konsumforschung in Deutschland jeweils 2,85 beziehungsweise 2,7 Milliarden Euro aus. Rund fünf Millionen Deutsche fahren jedes Jahr mindestens einmal in Skiurlaub. „Im Fünf-Jahres-Vergleich fällt allerdings auf, dass gemessen an der Anzahl der Gesamtreisen, der Markt für Winterurlaube um circa 25 Prozent geschrumpft ist.“

Dennoch ist Wintersport ein wichtiger Markt: denn der deutschen liebstes Urlaubsziel ist Deutschland – und damit bleibt das Urlaubsgeld im eigenen Lande.

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Wann geprellte Reisende Regress fordern können

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