Streitfall des Tages: Was Eltern bei einem Schaden wissen sollten

Streitfall des Tages
Wann Eltern für ihre Kinder haften

  • 6

Was Eltern bei einem Schaden wissen sollten


Das Fazit


Stellt das Kind etwas an, sollten Eltern auf keinen Fall voreilig anerkennen, dass sie den Schaden ersetzen müssen – und schon gar nicht bezahlen. Denn sie sind laut Gesetz bei Kindern unter sieben Jahren nicht dazu verpflichtet.

Das mag für Eltern zunächst von Vorteil sein. Die Kehrseite: Wenn kleine Kinder Unfug treiben, dann oft in ihrem unmittelbaren Wohnumfeld. Geschädigte sind deswegen oft Freunde und Nachbarn. Und es kann dabei um größere Beträge gehen: Nicht immer handelt es sich nur um den Fußball in der Fensterscheibe.

Wer da böses Blut vermeiden will, sollte seine Haftpflichtversicherung daraufhin überprüfen, inwieweit sie Schäden kleiner Kinder abdeckt.

Nützliche Adressen

Verbraucherzentralen bieten eine anbieterunabhängige  Versicherungsberatung (kostenpflichtig):http://www.verbraucherzentrale.de

Brochüre des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft:http://www.klipp-und-klar.de/versicherungen/private_haftpflichtvers/index.jsp

Merkblatt zur Haftpflichtversicherung vom Bund der Versicherten: http://www.bundderversicherten.de/haftpflichtversicherungen

Fachanwälte lassen sich über die „Anwaltsauskunft“ des Deutschen Anwaltsvereins finden. Dort sind insgesamt sind 68.000 Anwälte gelistet, die Mitglied im Verband sind. http://anwaltauskunft.de/anwaltsuche

Bundesverband Verbraucherzentralen mit Wegweiser zu der nächsten Zentrale: http://www.vzbv.de.

Alle Teile der Serie "Streitfall des Tages": www.handelsblatt.com/streitfall

Renate Reckziegel
Renate Reckziegel
/ Freie Autorin

Kommentare zu " Streitfall des Tages: Wann Eltern für ihre Kinder haften"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Eltern haften nie für ihre Kinder ( sonst müssten sie ja auch für diese ins Gefängnis gehen )." Privat- und Strafrecht etwas durcheinander gesemmelt? §832 BGB mal bitte ganz dringend lesen.

  • Seit wann schreibt das Handelsblatt im Stil der Bildzeitung? Die wichtigsten Regeln und Bestimmungen zur Haftung werden gar nicht erwähnt bzw. falsch dargestellt.
    Eltern haften nie für ihre Kinder ( sonst müssten sie ja auch für diese ins Gefängnis gehen ).
    Die Beklagten sind nicht die Versicherungsgesellschaften, sondern das Kind, bzw. die Eltern ( die gesetzliche Regelung zu nicht deliktfähigen Kindern ist überaus sinnvoll, da nicht jeder eine Haftpflichtversicherung hat )
    Auch wenn die Klausel vereinbart ist, hat der Geschädigte keinen Rechtsanspruch; die Eltern können bestimmen, ob die Versicherung zahlen soll oder nicht.
    Davon abgesehen vermittelt der Ratschlag der sog. Experten ( Verbraucherschützer, Bund der Versicherten, usw. )den Eindruck, als ob der Einschluss dieser Kinderklausel eine
    100%ige Absicherung wäre. Tatsächlich gilt bei allen Versicherungsgesellschaften eine Höchstentschädigungsgrenze
    zwischen € 3000.- und € 5000.-.
    Fazit: eine sehr oberflächliche Abhandlung des Themas


  • Herr Berger, danke für den Kommentar. Grobe Fahrlässigkeit deckt die PHV. Zumindest ist mir kein VR bekannt, der das nicht deckt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%