Streitfall des Tages
Welche Hausbesitzer zur Wärmedämmung gezwungen werden

Bis Ende des Jahres müssen viele Haus- und Wohnungsbesitzer ausgesuchte Gebäudeteile sanieren. Weil viele noch nichts von der Dämmpflicht wissen, droht jetzt Streit mit Mietern und Behörden. Wer nicht dämmt, muss zahlen.
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Der Fall


In einigen Rechtsforen häufen sich Anfragen zur Wärmedämmung. Nach der Energieeinsparverordnung 2009 müssen die Wohnungseigentümer oberste, begehbare Geschossdecken, nach einem Mindeststandard bis zum Ende diesen Jahres dämmen.

So ärgert sich beispielsweise das Mitglied einer Wohneigentümergemeinschaft in dem Forum 123recht.net, dass es sich an den Kosten der Dämmung beteiligen soll, obwohl der Raum wegen eines Sondernutzungsrechts eines Mieters nicht genutzt werden kann. Grundsätzlich wird aber hinterfragt, wie Immobilienbesitzer gezwungen werden können, Dämmungen vorzunehmen, wenn sie diese nicht wünschen.

Die Relevanz


Die Energieeinsparverordnung (EnEV) schreibt für Bauherren und Immobilieneigentümer Maßnahmen zum effizienten Betriebsenergieverbrauch ihrer Gebäude vor. Zuletzt wurde die Verordnung 2009 aktualisiert und schreibt die Wärmedämmung von Dachböden bis Ende 2011 vor.

Auf die Anfrage, wie viel der betroffenen Immobilieneigentümer der Dämmpflicht bereits nachgekommen sind, hieß es von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) in Berlin „dass wir über die gewünschten Zahlen nicht verfügen. Auch vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) in Berlin heißt es: „Uns sind keine Schätzungen bekannt.“

Allgemein ist zu beachten sei aber, dass die Pflicht praktisch nur einen Teil der Altbauten trifft. Gedämmt werden müssen, so die Sprecherin des BMVBS nur "bisher ungedämmte" oberste Geschossdecken, wobei die Pflicht entfällt, wenn das Dach gedämmt ist.

Nach Angaben von Energieberater sind zwar Hausverwaltungen über die bis Ende des Jahres durchzuführenden Dämmmaßnahmen informiert, nicht aber die meisten privaten Vermieter von wenigen Wohneinheiten.

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Welche Immobilienbesitzer betroffen sind

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Welche Strafen Hausbesitzern droht

Kommentare zu " Streitfall des Tages: Welche Hausbesitzer zur Wärmedämmung gezwungen werden"

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  • wir werden solange unsere Häuser dämmen, isolieren und einschweißen bis die Schimmelpilze sich gemeinsam mit uns an den Tisch setzen. Und dann Guten Appetit

  • Ich habe meine beiden Häuser schon vor einigen Jahren gut gedämmt. Ich freue mich dauerhaft über diese Investition.
    Geringere Heizkosten, höherer Mietwert, höhere Wohnqualität.
    Würde es wieder tun!

  • Ein weiterer Beweis der fachlichen Inkompetenz und Praxisferne der ideologiegetriebenen Politik ist die Tatsache, dass die Dämmmaterialien der Außenfassaden zur Verhinderung von Algenbildung hochgiftige, wasserlösliche Biozide enthalten, die überall in die Kanalisation und damit in Flüsse, Bäche und ins Grundwasser geschwemmt werden und da ihre verheerende Wirkung entfalten. Zudem sind die eingesetzten Stoffe Brandbeschleuniger, die beim Wohnungsbrand dafür sorgen, dass ratzefatze das gesamte Gebäude in Flammen steht, wie schon mehrfach geschehen. Und es handelt sich um Sondermüll, der nach spätestens vier Jahrzehnten anfällt. Ebenso wie im Energiebereich, wo man mit Riesenwindparks, die unter Wasser alle Lebewesen mit einem irren Lärm beschallen und über Wasser sämtliche Vogelschwärme abrasieren und irritieren, die Umwelt zerstört, führt man auch hier mit ideologiegetriebenen Schnellschüssen Verschlimmbesserungen durch.

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