Streitfall des Tages
Wenn der Krankenversicherer die Beiträge um 60 Prozent erhöht

Viele private Krankenversicherer erhöhen die Beiträge jedes Jahr im zweistelligem Prozentbereich - und das scheinbar willkürlich. Wann sich Kunden wehren können und ob der Tarifwechsel lohnt.
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Der Fall


In den Versicherungs-Blogs häufen sich Fragen zu Beitragssteigerung privater Krankenversicherungen. Oft sorgen sich die Betroffenen, ob dies auf Dauer finanzierbar ist.

So stellt „weber20041“ im Versicherungstalk.de die Frage: „Der Beitrag zu meiner privaten Krankenversicherung (Tarif VCH 3 bei der Barmenia) wurde in den letzten drei Jahren um insgesamt 62 Prozent erhöht, dass sind über 20 Prozent pro Jahr.

Darf die Krankenkasse einfach so weiter machen oder gibt es da Obergrenzen? Und: Ist die Versicherungsgesellschaft verpflichtet, mir die Gründe für diese ungewöhnliche Erhöhung darzulegen?“

Die Relevanz

Knapp neun Millionen Menschen haben in Deutschland eine private Krankenvollversicherung abgeschlossen. Sie zahlen im Jahr etwa 23 Milliarden Euro an Beiträgen. Pro Kopf und im Monat entspricht dies etwa 213 Euro. Ein guter Teil davon sind allerdings so genannte Beihilfetarife von Beamten, die wegen der staatlichen Beihilfe relativ geringe Beiträge zahlen.

Viele Angestellte mit Einkommen oberhalb der Beitragspflichtgrenze und Selbständige wechseln in jungen Jahren von der gesetzlichen Krankenversicherung in eine private Krankenversicherung. Grund: entweder sind die Beiträge günstiger oder der individuell wählbare Versicherungsschutz bedarfsgerechter.

Kommentare zu " Streitfall des Tages: Wenn der Krankenversicherer die Beiträge um 60 Prozent erhöht"

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  • Jeder Privatversicherte ist selber schuld, denn meiner Meinung nach ist das System der PKV, dass praktisch jeder nur für sich selbst sorgt, schlicht asozial. Dabei bin ich durchaus kein Sozi, der prinzipiell alles irgendwie solidarisieren und gleichstellen will, aber m.E. ist sind Krankheiten und Unfälle einfach in aller Regel etwas sehr schicksalhaftes, wo eben alle unter die Armge greifen sollen. Daher bin ich ganz klar für eine generelle gesetzliche Krankenversicherung, meinetwegen aber gerne mit privaten Zusatztarifen, wenn denn jemand unbedingt nur vom Chefarzt behandelt werden möchte o.ä. .. . Ebenso soll es aber auch Vergünstigungen für nachweislich gesund & fit lebende Menschen geben, wie ja z.B. beim AOK Bonus-Wahl-Tarif schon so ist.

  • Der Artikel liefert dem verzweifelten PKV-Kunden leider keinerlei neuen Erkenntnisse oder Hilfestellungen und ist somit völlig nutzlos.
    Nur Sprechblasen und Gelaber, keinerlei echte Tipps oder Hilfen, z.B. kann ich und ggf. wie kann ich die PKV verlassen, wie kann ich tatsächlich Beiträge sparen. wie kann ich mich gegen Ärzte- und Kassenabzocke zur Wehr setzen etc. pp...
    Vielen steht das Wasser jetzt bis zum Hals und dann schwafelt man was von Altersrückstellungen...
    Lächerlich, die Beiträge explodieren jetzt. Die Legende von den Altersrückstellungen hält sich auch hartnäckig.
    Sie erhalten niemals irgendeine belastbare Aussage zur Höhe dieser angeblichen Rückstellungen, die mit zwangsweise eingezogenen Beiträgen gebildet werden und die Gewinne der Kassenbonzen steigern.
    In einigen Jahren wird es keine PKV mehr geben, und jeder Insider weiß oder ahnt das mittlerweile...

  • Wer genau gelesen hat, hat mitbekommen, das
    die PKV zu einem nennensnwerten Teil Staats-gesponsert ist, kein wunder, sonst wäre sie NOCH teurer.

    PKV abschaffen!! Ist die teurste Versicherungsform wo gibt: siehe USA, siehe Schweiz. Die Ausgaben sind immens, die Prämien hoch.

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