Tricks von Herstellern und Händlern
Warum die Garantie nicht immer garantiert ist

Bei Reklamationen werden Kunden oft Steine in den Weg gelegt. Um die freiwillige Herstellergarantie zu bekommen, müssen sie beim richtigen Händler kaufen. Und selbst die gesetzliche Gewährleistung wird häufig verweigert.
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DüsseldorfAls Kunde zu seinem Recht zu kommen ist gar nicht einfach. Mal tappen Verbraucher in die Schnäppchenfalle und mal wollen Händler von ihrer gesetzlichen Gewährleistungspflicht einfach nichts wissen.
Der Wunsch, ein Markenprodukt zu einem günstigen Preis zu kaufen, scheint aus Kundensicht legitim. Bei diesem Ansinnen müssen Verbraucher jedoch aufpassen, dass sie die Herstellergarantie nicht verlieren. Kaufen sie beim falschen Händler, ist die Garantie oftmals futsch.

„Wir sind in unseren Recherchen auf viele Hersteller gestoßen, die insbesondere bei Onlinehändlern die Garantie streichen“, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale NRW. „Für die Kunden ist das sehr ärgerlich.“ Wer beispielsweise eine Kaffeemaschine der Marke Jura beim Online-Händler Amazon kauft, kann sich nicht auf die 25-monatige Herstellergarantie berufen. Bei einem Händler, den der Hersteller autorisiert hat, bekäme er sie.

Auf den ersten Blick scheint der Verlust von 25 Monaten Garantie verschmerzbar, denn laut Gesetz stehen dem Kunden ohnehin 24 Monate Gewährleistung zu. Diese Gewähr übernimmt der Händler, bei dem das Produkt gekauft wurde. Allerdings besagt sie nicht, dass beispielsweise ein Elektrogerät zwei Jahre lang einwandfrei funktionieren muss, sondern lediglich, dass die Ware zum Zeitpunkt des Kaufs frei von Mängeln sein muss.

„Noch brisanter wird das Problem durch die sogenannte Beweislastumkehr“, sagt Verbraucherschützer Tryba. Denn nach sechs Monaten kann der Händler vom Kunden den Beweis verlangen, dass der Fehler bereits beim Kauf des Produkts vorhanden war. „Das ist für den Käufer aber nur schwer möglich, dafür müsste er ein teures Gutachten anfertigen lassen“, so Tryba. Einen wirklich sicheren Schutz hat der Kunde im Rahmen der Gewährleistung nur im ersten halben Jahr nach dem Kauf.

Die Herstellergarantie ist für den Kunden also sehr wertvoll. Geht ein Produkt nach Ablauf der ersten sechs Monate kaputt und kann der Kunde nicht beweisen, dass es schon beim Kauf defekt war, muss er die Reparatur selbst zahlen. „Dann ist es viel wert, wenn der Kunde sich an den Hersteller wenden kann“, sagt Tryba. Den Versand oder etwaige Anfahrtskosten müsse er zwar in diesem Fall meist selbst zahlen, aber wenigstens bleibe er nicht auf den kompletten Kosten sitzen. Umso heftiger kritisiert der Verbraucherschützer, dass die Händler nicht darauf hinweisen, wenn sie nicht vom Hersteller autorisiert sind.

Kommentare zu " Tricks von Herstellern und Händlern: Warum die Garantie nicht immer garantiert ist"

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  • Samsung Galaxy (2 Monate alt) wurde als Garantiefall eingeschickt (Softwareproblem, nix geht mehr) und es wird sich raus geredet, es hätte einen mechanischen Defekt und deshalb erlischt die Garantie und für 200€ Reparatur würde man alles regeln, hallo was soll das??? Die Software stimmt nicht und das Smartphone hat 3 kleine Kratzer.

  • MediMax Schönhauser Allee ist auch nicht besser. Da werden einfach mal die Pflichten des Händlers auf den Kunden abgewälzt - mit dem Hinweis, dass man sich doch an den Hersteller wenden solle. Und so wurde ich mit dem Kaputten Gerät wieder nach HAuse geschickt. Eine Mitteilung an die Verbraucherzentrale wird folgen.

    Aber das scheint System zu haben, denn das Internet ist voll von schlechten Beschwerden dieser Art über MediMAx.

  • Media Markt Kassel ist auch ein typischer alles abwiegelnder Händler. Will bei jeder Gelegenheit nur abzocken

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