Trojaner-Mails
Vorsicht vor falschen Inkassoschreiben

Wer dieser Tage eine Mahnung per E-Mail bekommt, sollte skeptisch sein. Besonders die angehängten Dateien können auf dem heimischen Computer Schaden anrichten. Die Tricks der Internet-Gauner.
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DüsseldorfIm ersten Moment ist man als Verbraucher erschrocken: Im E-Mail-Postfach landet ein Schreiben von „Inkassowww.amazon.de“. Auf die Anrede mit vollem und korrekt geschriebenen Namen folgt: „Leider haben Sie auf unsere Zahlungsforderung bis jetzt weder durch Zahlung noch durch eine Erklärung für das Ausbleiben dieser, reagiert.“ Sollte man in der Hektik des Alltags etwa eine Überweisung vergessen haben?

Nein, denn beim Weiterlesen wird klar: Das muss eine Phishing-Mail handeln muss. In der Höhe des angegebenen Betrags hat der Kunde gar nichts bestellt, es gab zuvor keine Mahnschreiben und man wird aufgefordert einen Anhang im „zip“-Format öffnen. Darin soll sich die Kontonummer befinden, denn „wir schenken Ihnen trotzdem noch eine letzte Chance, Ihre vertragliche Verpflichtung zu erfüllen“.

Diese Datei sollte der E-Mail-Empfänger jedoch auf keinen Fall öffnen. In dem „zip“-Anhang kann ein gefährlicher Virus lauern, der den Computer ausspähen und Daten an die Betrüger übermitteln kann. Nach Informationen der Verbraucherzentrale NRW kursieren derzeit zahlreiche solche E-Mails mit Bezug auf den Rabatt-Dienst Groupon oder den Online-Versandhändler Amazon.

Auch Mails, die angeblich von Mastercard, Visacard, Paypal oder einer Sparkasse stammen, sind in Umlauf. Hier sei etwa von einer Sperrung des Accounts oder einem eingeschränkten Kontozugriff die Rede. „Die Internet-Halunken wollen stets dazu verleiten, dass auf gefälschten Seiten, die denen der Firmen sehr ähnlich sehen, sensible Daten wie etwa Kontoverbindungen eingegeben werden“, so die Verbraucherschützer.

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Wann Kunden aufpassen sollten

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  • Eine dieser Mails erreichte auch mich in den letzten Tagen!
    Sie kam ANGEBLICH von der "David Burckhardt Kanzlei", konkret von "werner.claudia@o2online.de".
    Als ioch den Namen bei google eingab, wurde nur die Kanzlei "Burkhardt" (ohne "c"!) gefunden. Das wäre doch erstaunlich, wenn ein Angestellter den Namen der eigenen Firma falsch schreiben würde. Daher wird vermutllich der Name dieser Kanzlei missbraucht!
    Was mich aber überraschte war zuerst der Betrag, den ich angeblich zu zahlen hatte - zu einem Datum, an dem ich nichts bestellt hatte! Letztendlich waren mir zwar keine Rechstschreibfehler aufgefallen, aber Kommafehler. Auch das hatte mich misstrauisch gestimmt! Man könne doch wohl erwarten, ein Anwalt würde die Kommaregeln beherrschen, auch in einer Mail.
    Zum Glück hatte ich den Anhang mit der zip-Datei noch nicht geöffnet! Die Mail kam mir von anfang an seltsam vor. Denn nicht einmal der Auftraggeber dieses Inkassobüros wurde nur ERWÄHNT! All das wäre im Anhang zu finden!
    "Vergiss es!"

  • Diese Mails kamen in den letzten Wochen und Monat auch schon von anderen "Unternehmen"; der Absender "vinz-junker@web.de" z.B. will angebliche Forderungen in Höhe von 992,68 Euro eintreiben - im Auftrag eines Internetshops "Woodio" - was sich nach Prüfung um einen exklusiven Möbelhersteller handelte.

    Die beste war dann vom Absender " claude.raisonnet@wanadoo.fr " , der für die Firma CapsandSocks AG (die nicht einmal eine AG ist)unbezahlte Rechnungen eintreibt.

    Das Unternehmen scheint einen recht großen Schaden davon getragen zu haben, denn auf der Seite wird folgendes angezeigt:


    Willkommen bei CAPS AND SOX

    Ein Hinweis, wenn Sie eine Email mit einer Rechnung erhalten haben
    Leider mussten wir feststellen, dass es zur Zeit eine sehr rufschädigende Spamwelle gibt. Dagegen Vorzugehen wird vermutlich sinnlos oder sehr teuer oder sogar beides zusammen.
    BITTE LÖSCHEN SIE DIESE EMAIL KOMMENTARLOS
    Unser Laden und Webshop heißt CAPS AND SOX (mit X) und wir distanzieren uns ausdrücklich von diesen Spammails.








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