Umfrageergebnis
Prokon auf dem Weg zur Genossenschaft

Für den Windparkbetreiber Prokon zeichnet sich immer mehr der Weg zu einer Genossenschaft ab. Das geht aus einer Umfrage des Insolvenzverwalters hervor. Die Genussrechtsinhaber würden so den Konzern übernehmen.
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DortmundMehr als die Hälfte aller 75.000 Prokon-Anleger des insolventen Windparkbetreibers Prokon hat sich laut Insolvenzverwalter Dietmar Penzlin an einer Umfrage zu ihren Investmentwünschen beteiligt. „Das ist eine unfassbare Zahl“, sagte Penzlin auf einer Mitgliederversammlung der Anlegergruppe „Freunde von Prokon“ am Samstag in Dortmund. Nach einem Bericht des Handelsblatts zeichnet sich nun für Prokon immer mehr der Weg zu einer Genossenschaft ab.

Die Genussrechtsinhaber sollten gegenüber Penzlin bekunden, ob sie Geld als Eigenkapital im Unternehmen lassen wollen. Die Alternative wäre, dass sie sofort so viel Bares wie möglich bekommen und einen Verkauf von Prokon an Großinvestoren befürworten. Nach Schätzungen des Insolvenzverwalters haben Anleger rund 50 Prozent ihres Einsatzes verloren. 20 bis 25 weitere Prozent ihrer Einlage würden sie als Genossen im Unternehmen lassen, sollten sie sich für diese Variante entscheiden.

Das Ergebnis der Umfrage mit Einsendeschluss am 7. Dezember liegt noch nicht vor. Auch handelte es sich vorerst nur um unverbindliche Willensbekundungen. Doch der Insolvenzverwalter ließ am Wochenende anklingen, dass das Interesse der Genussrechtsinhaber an einer Fortführung des Konzerns als Genossenschaft groß war. Damit würden die Anleger bei Prokon als Eigentümer die Regie übernehmen. Einen entsprechenden Insolvenzplan würde Penzlin im Frühjahr vorlegen

Kommentare zu " Umfrageergebnis: Prokon auf dem Weg zur Genossenschaft"

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  • Auch die Genossenschaft wird dann nicht aus der Verpflichtung genommen, die Gläubiger (ausstehnde Rechnungen) und zukünftige Rechnungen zu bedienen.
    Unter dem Strich kann man Sagen...Prokon war und ist immer noch Pleite. Die sog. Erneuerbaren Energien sind und bleiben ein marktfeindliches Konstrukt und werden nur durch das EEG-Zwangsabgaben-Subventionsgesetz in einen Schein-Energiemarkt gehalten. Und jede Subvention gelangt an seine Grezenen. Und die Grenzen der sog. Erneuerbaren Energien werden ja nicht nur von der jeweiligen Politik (Kassenlage des Staates) vorgegeben, sondern vor allen von der Laune der Natur (Wind und Sonne).
    Somit ist und bleibt die sog. künstliche Erneuerbare Energiebranche eine Branche der Kapital- und Energiewirtschaft Vernichtung!

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