Urteil
Anwältin mit Widerrufsrecht

Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat in einem Grundsatzurteil entschieden, unter welchen Voraussetzungen eine Anwältin als Verbraucherin im Sinne des Bürgerlichen Gesetzbuches anzusehen und damit berechtigt ist, getätigte Rechtsgeschäfte zu widerrufen.

In dem Fall hatte eine Rechtsanwältin über die Internetplattform der späteren Beklagten unter anderem drei Lampen zu einem Gesamtpreis von 766 Euro bestellt. Sie gab dabei als Liefer- und Rechnungsadresse ihren Namen ohne Berufsbezeichnung und die Anschrift der „Kanzlei Dr. B.“ an, bei der sie tätig war. Die Klägerin erklärte rund sechs Wochen später den Widerruf ihrer Vertragserklärung mit der Begründung, dass die Lampen für ihre Privatwohnung bestimmt gewesen seien und ihr deshalb ein Widerrufsrecht nach den Vorschriften über Fernabsatzgeschäfte zustehe, über das sie von der Beklagten nicht ordnungsgemäß belehrt worden sei. Der BGH gab der Anwältin recht (Az.: VIII ZR 7/09).

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