Urteil in Stuttgart Lehrerin steht nach Amoklauf höheres Ruhegehalt zu

Der Amoklauf von Winnenden 2009 war ein Angriff auf eine ganze Schulgemeinschaft. So sieht es das Verwaltungsgericht Stuttgart. Das hat finanzielle Folgen für die Zukunft der Lehrer.
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Das Verwaltungsgericht in Stuttgart hat einer Lehrerin nach dem Amoklauf von Winnenden ein höheres Ruhegehalt und eine Einmal-Entschädigung zugesprochen. Quelle: dpa
Landesamts für Besoldung sah keine Lebensgefahr

Das Verwaltungsgericht in Stuttgart hat einer Lehrerin nach dem Amoklauf von Winnenden ein höheres Ruhegehalt und eine Einmal-Entschädigung zugesprochen.

(Foto: dpa)

StuttgartEiner heute 35-jährigen Lehrerin steht nach dem Amoklauf von Winnenden ein erhöhtes Ruhegehalt und eine Einmal-Entschädigung zu. Auch wenn der Täter nicht auf die Frau geschossen habe, sei sie doch in Lebensgefahr gewesen und durch das damals erlittene Trauma heute dienstunfähig, entschied das Verwaltungsgericht Stuttgart am Dienstag.

Das Gericht verpflichtete das Land Baden-Württemberg, der Frau fortan 80 statt 71 Prozent Ruhegehalt zu zahlen sowie einmal 80.000 Euro. Der Amoklauf mit zwölf Toten an der Albertville-Realschule am 11. März 2009 sei als „qualifizierter Dienstunfall“ zu werten. (Az: 12 K 2461/14)

Mit posttraumatischen Belastungsstörungen ist die einstige „Top-Lehrerin“, wie Richter Jan Bergmann sie wegen ihrer Note 1,1 im Staatsexamen nannte, seit 2013 im vorzeitigen Ruhestand. Ein Amok-Fehlalarm an ihrer neuen Schule in Fellbach gab ihr den Rest.

Aus Sicht des Landesamts für Besoldung lag keine Lebensgefahr vor, die Frau sei außer Reichweite des Täters gewesen und zu keiner Zeit direkt angegriffen worden. Der Vertreter des Landes kündigte an, das Urteil anzufechten.

Zehn Karrieretipps, die Sie 2015 weiterbringen
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Setzen Sie sich realistische Ziele

Die Personalberatung Page Personnel rät Arbeitnehmern, die Tage zwischen den Jahren für eine sachliche Bestandsaufnahme zu nutzen: Was haben Sie in den vergangenen Jahren erreicht? Wo möchten Sie sich hin entwickeln? Und wie viele Schritte können Sie 2015 realistisch schaffen auf dem Weg zu Ihrer Wunschposition? Überlassen Sie Ihre Karriere nicht dem Zufall, sondern setzen Sie sich klare Ziele für 2015. Notieren Sie, was Ihnen im Berufsleben wichtig ist. So haben Sie den Blick auf das Wesentliche gerichtet und lassen sich nicht aus der Spur bringen.

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Suchen Sie sich neue Perspektiven

Manchmal ist die Zeit reif für einen Jobwechsel. Nutzen Sie die Chance, um in alle Richtungen zu denken. Wollen Sie in Ihrem jetzigen Arbeitsfeld bleiben? Möchten Sie vielleicht in einer anderen Branche arbeiten? Oder gar ins Ausland gehen? Überlegen Sie, auf welche Branche sich Ihre Kompetenzen und Erfahrungen übertragen lassen. In ähnlichen Marktsegmenten stehen Ihre Chancen gut, eine neue Herausforderung zu finden. Oder vielleicht reizt Sie der Wechsel von Kunden auf Lieferantenseite? Egal wie Ihr Weg aussieht, jede Karriere hat ihr eigenes Profil.

Beschönigen ist okay - Legale Tricks bei der Bewerbung
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Bringen Sie Ihren Lebenslauf auf Vordermann

Bevor Sie sich jedoch irgendwo bewerben, bringen Sie erst einmal Ihren Lebenslauf auf den neuesten Stand: Was haben Sie geleistet, was waren Ihre größten Erfolge, was ist Ihr Alleinstellungsmerkmal? Da die Jobsuche – wie alles andere auch – zunehmend mobiler wird, sollten auch die Lebensläufe auf die Smartphone-Bewerbung umgestellt werden. Was früher im Anschreiben erklärt wurde, geht verkürzt in den Lebenslauf über. Bewerber sollten unter den einzelnen Karrierestationen beschreiben, was sie dort gemacht haben und Erfolge hervorheben. Wichtig ist, dass der Lebenslauf dabei nicht ausartet – die Punkte sollten kurz, klar und übersichtlich aufgeführt werden.

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Suchen Sie sich einen Mentor

Viele Firmen bieten heute bereits Mentorenprogramme für Berufseinsteiger an. Aber auch auf dem weiteren beruflichen Weg ist es wertvoll, einen Karrierecoach im Unternehmen zu haben. Gehen Sie aktiv auf Ihren Wunschmentor zu, zum Beispiel mit konkreten Handlungsvorschlägen. Viele Manager nehmen solche Kontaktangebote dankbar an, um ihre Verbindung zur Belegschaft zu stärken. Überlegen Sie, wie Ihr Mentor von Ihnen profitieren kann und was Sie ihm anbieten können. Im Gegenzug wird er Sie bei Ihrer Karriereplanung unterstützen.

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Bilden Sie sich weiter

In der heutigen Arbeitswelt ist kontinuierliches Lernen Pflicht. Hier gilt der Grundsatz: Wer rastet, der rostet. Selbst erfahrene Fach- und Führungskräfte bilden sich permanent weiter. Dabei kann eine richtig ausgewählte Weiterbildung den nächsten Schritt auf der Karriereleiter bedeuten: Sie signalisiert dem Arbeitgeber Leistungsbereitschaft und Erfolgswillen und kann je nach Branche neue Beschäftigungsmöglichkeiten oder ein höheres Gehalt eröffnen. Bei Ingenieuren beispielsweise profitieren diejenigen, die gleichzeitig technisches und betriebswirtschaftliches Know-how mitbringen. Für viele Ingenieure werden daher berufsbegleitende IHK- oder MBA-Lehrgänge immer interessanter, die in Rechnungswesen und Controlling, Management und Marketing schulen und gezielt auf Führungsaufgaben vorbereiten.

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Verhandeln Sie Ihr Gehalt neu

Bereiten Sie das Gehaltsgespräch mit Ihrem Vorgesetzten fundiert vor. Arbeiten Sie im Vorfeld klar heraus, welchen Beitrag Sie zum Erfolg des Unternehmens leisten. Welche Argumente rechtfertigen Ihren Gehaltswunsch: Haben Sie mehr Personalverantwortung übernommen? Ihren Aufgabenbereich erweitert? Umsatzziele übertroffen oder Projekte erfolgreich abgeschlossen? Vor dem Gespräch sollte Sie für sich die Höhe Ihres Gehaltswunsches definieren. Bedenken Sie, dass die Zahl, die Sie nennen von Ihrem Gegenüber als Verhandlungsbasis aufgefasst wird. Prinzipiell gilt: Je besser Sie vorbereitet sind, desto wahrscheinlicher ist es, dass Ihr Vorgesetzter Ihnen eine Gehaltserhöhung bewilligt.

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Bauen Sie Ihr Netzwerk aus

Machen Sie sich zunächst Ihr vorhandenes Netzwerk bewusst. Dann überlegen Sie, wie und in welche Richtung Sie es ausbauen wollen. Networking ist allerdings deutlich mehr, als wahllos Kontakte zu horten. Richtiges Netzwerken ist ein konstantes Geben und Nehmen. Werden Sie sich daher über Ihre Stärken klar und vermarkten Sie diese gewinnbringend.

Nach Angaben des Regierungspräsidiums Stuttgart gibt es zahlreiche Beamte des Kollegiums der Realschule, die Antrag auf Anerkennung eines Dienstunfalls gestellt haben. Vielfach sei Anträgen entsprochen worden, mehrere Beamte seien aufgrund des anerkannten Dienstunfalls vorzeitig in Pension.

Nähere Angaben konnte die Sprecherin der Behörde nicht machen. Es gebe aber „mehrere“ ähnliche Klagen von Beamten auf erhöhtes Unfallruhegehalt und eine Unfallentschädigung.

Sie trug Kinder zum Ausgang
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  • Da bedienen Beamte wieder andere Beamte – wie bei Privatisierung der Bahn- und Postbeamten.
    Statt für andere Tätigkeiten einzusetzen wird Luxus-Pension und Zahlung beschlossen.
    Reha und ggfs. Umschulung.

    (Rückblick:
    Beamte (Richter/innen) entscheiden in NRW darüber das sie mehr Geld zu bekommen haben, obwohl sie schon maßlos überbezahlt und überversorgt sind.)

    Und wie sieht es bei anderen „Opfern“ und Schülern/innen aus?

    Brauchen auch diese nicht mehr in die Schule gehen, Ausbildung machen, Studieren,...- sondern bekommen sofort eine Luxus-Rente?

    Oder wann stellen Polizeibeamte Antrag auf vorzeitigen Ruhestand, die tatsächlich „Opfer“ waren und sind?
    Polizeibeamte/innen, die als Prügelknaben für die korrupten, unfähigen,…. Politiker/innen
    ihre Köpfe und Gesundheit immer wieder riskieren müssen.

    Wie werden normale Bürger/innen bei Gerichten behandelt?

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