Urteil
Verletzung beim Firmen-Fußball ist Dienstunfall

Wer sich beim Firmen-Kicken eine Verletzung zuzieht, kann das als Dienstunfall geltend machen. Das hat ein Verwaltungsrichter entschieden, nachdem die Bundesrepublik die Verletzung eines Beamten nicht akzeptieren wollte.
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TrierEin Schuss, ein Tor - und Bänderriss. Wem solch ein schmerzhaftes Malheur bei einem Fußballturnier der Firma passiert, kann es als Dienstunfall geltend machen. Das entschied das Verwaltungsgericht Trier nach der Klage eines Postbeamten. Der Paketzusteller hatte sich bei einem Fußballspiel des „FC Deutsche Post“ im Mai 2010 einen Bänderriss an der Schulter zugezogen. Die Bundesrepublik hatte den Antrag des 42-jährigen Beamten auf Anerkennung als Dienstunfall jedoch erst einmal abgelehnt.

Zu Unrecht, entschieden die Trierer Verwaltungsrichter (Az.: 1 K 283/11.TR). Bei dem Fußballspiel habe es sich um eine dienstliche Veranstaltung gehandelt. Es sei von der Post bezahlt worden und zur Motivation der Mitarbeiter angelegt gewesen. Daher seien die Teilnahme am Spiel und der erlittene Unfall insgesamt „dem dienstlichen und nicht dem privaten Lebensbereich des Beamten zuzurechnen“. Gegen das Urteil könne wegen grundsätzlicher Bedeutung vor dem Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz in Koblenz Berufung eingelegt werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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