Verbraucherrecht
Schokolade statt Gold

Der Internethandel boomt, die Kunden kaufen immer teurere Waren. Beim Versand geht häufig etwas schief, ein Kunde erhielt etwa Schokolade statt Gold. Welche Rechte Verbraucher haben, wenn das Bestellte nicht ankommt.
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DüsseldorfSo mag der Alptraum eines Onlinekunden aussehen. Als der 25-jähriger Mann aus Thüringen sein Paket auspackte, traute er seinen Augen nicht. Statt des im Internet bestellten Laptops im Wert von 400 Euro fand er laut Polizeibericht einen Ziegelstein.

Noch ärger traf es den Kunden eines Goldversenders. Statt der bestellten Barren will der Kunde zehn Tafeln Schokolade erhalten haben. Der Kunde hatte noch Glück im Unglück. Denn der Versand war bei einem Anbieter von Online-Shop-Siegeln versichert. Nachdem Anzeige erstattet wurde, beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Darmstadt mit dem Fall. Ob je zu klären sein wird, wo der Inhalt der Sendung tatsächlich geblieben ist, steht allerdings in den Sternen.

Der Versandhandel im Internet boomt. Laut Verband des deutschen Einzelhandels dürften in diesem Jahr Waren im Wert von rund 33 Milliarden Euro übers Internet vertrieben werden. „Der Umsatz im E-Commerce verzehnfachte sich in den letzten zehn Jahren in einem ansonsten stagnierenden Markt“, sagt Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbands Deutschland (HDE). Zunehmend werden auch Waren versandt, bei denen ein Verlust oder eine Beschädigung einige Tausend Euro oder mehr ausmachen kann.

Neben Edelmetallen, Schmuck und Kunstwerken können Kunden auch die persönliche Altersvorsorge oder Neuwagen im Wert eines sechsstelligen Eurobetrags online bestellen, etwa bei BMW. „Eine korrekte Ausführung der Bestellung ist trotzdem noch lange nicht selbstverständlich“, sagt Rolf Becker, auf den Internethandel spezialisierter Anwalt aus Köln. Damit Kunden nicht mit leeren Händen dastehen, zeigt Handelsblatt Online, welche Rechte sie haben.

Zunächst einmal gilt Entwarnung. „Kaum ein Rechtsbereich ist zum Schutz der Verbraucher stärker ausgestaltet, als die Bestellung im Fernabsatz“, sagt Becker. Wenn die Ware den Kunden aber nicht erreicht, sei es wegen Schlamperei, Diebstahl oder Beschädigung auf dem Postweg, hat er hohe Aussichten auf Erstattung.

Ob sich im Fall der Goldbestellung jemals klären lässt, ob der Shop, der Transporteur, ein Dritter oder der Kunde das Edelmetall gegen Schokolade getauscht hat, wird sich zeigen. Das Beispiel belegt aber: Der Versand per Paketdienst ist trotz modernster Logistik und Überwachungstechnik immer noch ein kleines Abenteuer. „Im Versand arbeiten nach wie vor ‚nur‘ Menschen und der Diebstahl oder die Beschädigung von Postsendungen ist gar nicht so selten“, sagt Anwalt Becker.

Kommentare zu " Verbraucherrecht: Schokolade statt Gold"

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  • Kommt auf die Situation drauf an. Ob Gold oder Schokolade gerade wertvoller wäre.

  • Da fehlen noch einige Infos.
    z.B Lieferung an einen Nachbarn
    Wer Haftet?
    Wann begint die Rückgabe frist?
    AGB's von Logistikern
    Lieferung an Nachbar gilt als Zusgestellt
    Laut Justisministerium aber nicht.
    Als angesehene Zeitung sollte man doch
    bei so einem Artikel alles betrachten was schief
    gehen kann

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